| 30. Mai 2008 |
| 14:00 | bis | 17:00 |
Am 30. Mai war es soweit: die Damen verloren ihre Wolle!
Wie letztes Jahr taten sich vier Schafhalter mit ihren Kleinherden zusammen, damit die Scherer mit ca. 80 zu scherenden Tieren auch was zu tun hatten.
Okay, es waren “nur” 60 Schafe. Ich hatte mich wohl verschätzt 
Die beiden Schafscherer gaben ihr Bestes und innerhalb drei Stunden waren alle Damen und Herren manikürt und nackig 
Das gab erstmal ein Riesengeschrei, da die Lämmer ihre nackigen Mütter nicht sofort erkannten.
Meine Damen zogen dann jeweils auf frische, satte Wiesen um.
Das Schafe immer frisches Wasser zur freien Verfügung haben sollten, wissen wohl die meisten.
Das Schafe bestimmtes Wasser bevorzugen, zeigen die Moorschnucken deutlich. Das Wasser das ihnen zur Verfügung gestellt wird, bekomme ich aus drei verschiedenen “Quellen”. Das “Firmenwasser” aus dem Wasserhahn, das “heimische Wasser” aus der Zysterne bzw. dem Brunnen und das Regenwasser von der Winterweide.
Das Regenwasser wird gern angenommen, solang es stets frisch ist, es also öfters regnet. Ist es abgestanden wird es verschmäht.
Durchweg unbeliebt ist das Wasser aus dem Hahn. Auch Schafe mögen kein kalkhaltiges Wasser, wie es scheint.
Der Renner nach wie vor: das Wasser aus der heimischen Zysterne. Frisches Regen- bzw. Brunnenwasser. Teilweise sind von den 40 Litern, die ich auf die Wiese bringe binnen Minuten 20 Liter “eingesogen”.
| 25. Mai 2008 |
| 14:00 | bis | 20:00 |
Am 25.05.08 trafen wir uns zu einem Hütenachmittag bei Gisela Norrman.
Für mich war es ja nun nicht gerade “um´s Eck”, dennoch war mir Giselas Meinung zum “Püppi”, die Strecke wert. Auch wenn 10 Grad kälter als bei uns daheim und mit Zwischenregen. Dafür hat der leckere Rabarberkuchen wieder entschädigt.
Es war ein Training, bei dem ich doppelt profitieren konnte. Vom Training und vom fachsimpeln bzw. Löcher in den Bauch fragen zum Thema: “rasende Hunde scharf ablichten”.
So haben wir im Duett in den Binsen gehockt und Bild um Bild geschossen. Mir schwirren immer noch Wörter, wie Blende, Belichtungszeit, Batteriepack und Ersatzspeicherkarte im Kopf herum 
Zu Jane: die hatte, wie befürchtet, ihren ganz eigenen Spaß mit den Schafen und ich kam darin nicht wirklich vor. Giselas Flitzeschafe machten es nicht unbedingt einfacher.
Am Netz fühlte sich der Pimpf dann von Giselas bloßer Anwesenheit doch arg gestört. Erst als Gisela sich zurückzog, kreiselte sie ums Netz und Gisela machte ihre Vorschläge von weitem. Das Netz findet Klein-Jane ja nun doch ziemlich blöde und so durfte sie zum Schluß dann nochmal an die große Gruppe. Die Gruppe war nicht ganz so flink und Jane ließ sich schlußendlich doch animieren etwas “rumzusaußen”. Dann war der Pimpf aber auch schon fertig. Als Belohnung für die anstrengende Arbeit durfte sie dann in den angrenzenden Bach, um ihre “Tauchmanöver” abzuhalten. 
Fazit: Manche Dinge sollte man üben, üben, üben (wie das fotografieren) und manchen Dingen sollte man Zeit lassen und NICHT ständig dran rum üben (wie “dat Püppi”).
Klein-Jane wird daher die nächste Zeit erstmal in Ruhe läufig werden dürfen und dann werden wir weiter sehen.

Bilder sind im Picasa Webalbum. Es waren nette Unterhaltungen, schicke Hund´le und manch Youngster der mich begeisterte. Giselas vorurteilsfreie Vorschläge zum Training der Hunde und deren Leistungen hat mir persönlich sehr gefallen. Die “freie” Art des Trainings und das “auch mal Fehler machen dürfen” sowieso.

…und wie entstehen solche Bilder?
Indem der “Pimpf” ums Netz kreiselt, während der zweite Trupp hinzu geholt wird. Wenn Junghund dann ohne Leine ist und Gisela “halt mal die Schafe auf!” ruft. Was bleibt einem dann übrig als Hund unter den Arm klemmen und loslaufen? Die Määäähs haben sich übrigens von mir mit Hund auf dem Arm nicht sonderlich beeindrucken lassen. Erst als der “Pimpf” mit allen vieren auf dem Boden stand, wurden wir als beachtenswert eingestuft
Am 9. November fand das “Seminar für Anfänger und Fortgeschrittene bei Britta Pütz in 53773 Hennef statt.
Ausbilderin war Dr. Viola Hebeler.
Leider mußte ich absagen, da ich mich für ein anderes Seminar entschieden hatte. Dies fiel dann prompt aus. Dennoch hier der Link zu den Bildern von Martin Schulte zu diesem Seminar.
Vorgestern war noch “alles-in-Ordnung-vor-sich-hin-plätschernder” Schafhalter-Alltag, gestern holt es dann nach.
Zwei der Damen hinken (mal wieder). Ein Lamm hat sich unterm Augenlid aufgerissen und will verarztet werden.
Zum Glück ist die Tochter hilfsbereit und wir fahren gestern gegen abend los und bauen den Pferch auf. Schafe rein – warum hab ich mir nur so kitzelige, lämmerverteidigende Muttern geholt? – und erstmal das Lamm versorgt. Zum Glück sieht die Verletzung schlimmer aus, als sie ist. Mit Aluspray wird das ganze in ein paar Tagen nicht mehr zu sehen sein.
Eine der Muttern die hinkt, ist eine von meinen “Dauerkandidaten”. Hinken, ausschneiden, ein paar Wochen alles in Ordnung, wieder hinken….usw. usf. Ich kämpfe hier wahrscheinlich gegen die Nachwirkungen von Blauzunge. Die Klauen schuhen aus, sind unförmig und beim ausschneiden, kann ich die im Schaf-Forum mehrmals beschriebenen Anzeichen erkennen.
Wie die Moorschnucken die Wiese in Angriff nehmen, erfreut heute morgen dafür wieder mal mein Auge. Ich hatte bereits befürchtet, das sie sich vorzugsweise über die jungen Obstbäume hermachen und die Disteln z.B. großräumig umfressen. Weit gefehlt. Der Baumschutz funktioniert gut. Die seitlichen Ableger haben dagegen keine Chance und die Schafe ersparen mir so die Baumpflege. Den Disteln geht es ebenfalls (erstaunlicherweise) an den Kragen! Vorzugsweise die oberen jungen Triebe werden abgefressen. Ich hoffe, das wir so bereits im nächsten Jahr mit einem starken Rückgang dieser Pflanzen rechnen können, ohne das ich groß Hand anlegen muß.
Nachdem ich die übliche Bestechung, eine Tüte Brot, verfüttert habe, mache ich mich auf den Weg: Lauf durch die Weinberge.
admin,
22.05.2008, 12:41 | Abgelegt unter: Schafe, tägliches | RSS 2.0 | TB | Tags: Blauzunge, Disteln, hinken, Klauen, Lamm, Moorschnucken, Obstbäume, Verletzung | 1 Kommentar