Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Freitag, 8. August 2008

    Gastuser

    Seit zwei Tagen wohnen in unserem Garten Adam und Eva, zwei Indische Laufenten. Adam ist der weiße Erbel, Eva die wildfarbene Lady an seiner Seite. Sie sind sozusagen nur “zu Gast” denn in wenigen Tagen ziehen sie in ihr endgültiges zuhause. Schade, die beiden fingen an, die Oberhand bei unseren Katzen zu gewinnen, “das Regiment” im Garten zu übernehmen und fanden immer mehr Gefallen an unserem Pool. Sehr zum Leidwesen des weltbesten Ehemannes. ;) Ich hoffe, sie haben sich ordentlich an unseren - leider reichlich vorhandenen - Nacktschnecken gesättigt und wünsche den beiden ein ähnlich schneckenreiches Heim.

    Training und Umtriebe

    Die Trainingseinheiten der Hunde gehen nach wie vor.
    Zwei- bis dreimal pro Woche darf Klein-Jane an die Schafe. Kleine, flitzige Gruppen liegen ihr. Da blüht der kleine Pimpf auf. Also trainiere ich sie vorzugsweise an der ganzen Gruppe. Die sind etwas ruhiger und müssen mit mehr Druck bewegt werden. Dafür nehmen Sie Schnitzer beim flankieren nicht so übel. :)
    Mittlerweile stellen sich doch einige Unterschiede zu Erin heraus. Während Erin lieber aufhört zu arbeiten, als tot umzufallen, fällt Jane lieber tot um, als aufzuhören mit der Arbeit. Janes Paradedisziplin sind Gruppen von weniger als fünf Schafen. Ihre Reaktion und Feeling für diese hochkitzeligen Schafe ist unglaublich. An ihrem Selbstbewußtsein muß ich, im Gegensatz zu Erin, nichts trainieren. Meine Befürchtung, das dieser kleine Hund, meinen stehenden, stampfenden Schnucken nicht die Stirn bietet ist unbegründet. Schön als Gruppe und sich letztendlich doch in die gewünschte Richtung drehend, balanciert diese kleine Traumtänzerin die Schnucken über meine Wiese.

    Erins Training habe ich umgestellt. Ich malträtiere sie nicht mehr mit Trialsequenzen. Dieser Hund sieht keinen Sinn in Aufgaben ohne Hintergrund und kommt mit der Vielzahl an Kommandos in kurzer Zeit nicht recht klar. Also darf sie das tun, was sie am Besten kann. Tägliche, kleine Arbeiten und Hilfshund sein.
    Sie darf mir die Schafe zuhalten, wenn ich eines rausfangen muß. Sie ist unentbehrlich beim Umtreiben. Sie darf die Schafe vom Zaun oder aus den Ecken puhlen, sie treibt mir einzelne Tiere ins Ruheeck und sie darf ein Auge auf diejenigen haben, die sich als non Teamplayer outen, wenn Klein-Jane trainiert wird. Alles Arbeiten, die ohne viel Worte funktionieren und “Sinn” haben. Das macht ihr Freude, darin blüht dieser Hund auf und so werde ich es eben belassen.
    Dieses Wochenende werde ich den Trupp erstmals mit ihr allein umtreiben. Nur für eine kurze Strecke, dafür fast nur die Straße entlang. Wir werden sehen, ob es funktioniert.

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