Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: September 2008

    Sallys Osso buco

    Ein Osso buco Rezept mit Lammfleisch

    Lammhals oder Schultern,
    1 Zwiebel,
    2 Karotten,
    1-2 Knoblauchzehen,
    1 Handvoll Selleriegrün,
    2 EL Tomatenmark,
    200ml Fleischbrühe,
    200ml Rotwein,
    Basilikum u. Thymian,
    Petersilie

    Den Backofen auf 200°C vorheizen.
    Den Hals in Scheiben schneiden. Das Fleisch pfeffern und salzen, mit Mehl bestäuben und in der Pfanne anbraten. Das Fleisch in einen Bräter legen. Das Gemüse waschen und klein schneiden und ebenfalls andünsten. Mit der Fleischbrühe und dem Wein ablöschen. Das Tomatenmark hinzufügen. Das Gemüse mit Brühe und dem Basilikum und dem Thymian zum Fleisch in den Bräter geben.
    Alles in den Ofen geben und ca. 1,5 Stunden schmoren.
    Das Gemüse kann vor dem servieren wahlweise püriert werden.
    Mit Safranreis oder Bandnudeln servieren. Guten Appetit!

    leben und sterben

    Sally klemmte sich letzte Woche bei einer “Klettertour” an einem der Obstbäume ein Vorderbein so unglücklich ein, das es unterhalb der Schulter brach. Schlachten war das Einzige, was ich noch für sie tun konnte. Sie hat mir dafür ein sehr leckeres Rezept für “Osso bucco” beschert.

    Dafür meinte es Mareike und einer der Böckchen von diesem Frühjahr doch RH022222 zu dem Mareike “ausgebüxt” ist besonders lieb mit mir oder besser, miteinander. Und so wurde am 21.09. Eckhard geboren. Natürlich wieder ein Bocklämmchen :)

    Das Regenrückhaltebecken bzw. die Streuobstwiese im Nachbarort wurden zwischenzeitlich auch nachgemäht. Nachdem die letzte Streuobstwiese von den Böckchen bzw. das Regenrückhaltebecken von den Ladys sauber gefressen sind, werden alle wieder umziehen.
    Ein Teil wird auf die Winterweide ziehen, um gedeckt zu werden. Der Trainingstrupp wird auf die Trainingswiese umziehen und die Böckchen werden letztmalig im Industriegebiet die Fläche pflegen, bevor es nach und nach in den Kochtopf geht…

    Arbeitseinsatz

    Jane hatte heute ihren ersten richtigen Arbeitseinsatz!
    Die Böckchen mußten umgetrieben werden. Sechs kleine Kerle, jeder für sich die Ruhe selbst, ganze 200m einen kleinen Feldweg bis zur nächsten Wiese. Nichts dramatisches und Sonntag abend haben wir alle Zeit der Welt und bleiben ganz sicher ohne Publikum.

    Gesagt, getan. Erin lief als “Notanker” dann aber doch mit. Wenn sie auch nicht eingreifen mußte. Ich war vor allem gespannt darauf, wie Jane sich zeigt wenn sie sehr eigenständig arbeiten darf und ihr der Platzmangel keine großen Flanken ermöglicht, wenn die Böckchen schneller werden. :)

    Auch bei Jane als Umtreibhund kann ich nur sagen “vollkommen unspektakulär”. Sie reguliert ihr Tempo und den Abstand zu den Schafen eigenständig und sehr gut. Das zwischen Weinbergen und Acker kein Platz für große Flanken war, störte sie keineswegs, als ich die Schafe an mir vorbei ziehen lies. Sie ist groß genug um durch schnelle, enge Flanken die Schafe dort hin zu dirigieren wo sie hin sollen: vor meine Füße :D
    Die letzten Meter nutzte ich dann noch um mit ihr wegzutreiben, Richtung Netz.


    Letztendlich nahm ich einen müden aber glücklichen, jungen Hund mit zum Auto, der trotzdem auf der alten Weide gucken mußte, ob wir auch wirklich kein Schaf vergessen haben :D

    Die 1,5km, die die Muttern umziehen mußten, trieb ich dann doch allein mit Erin um. Die Damen sind mir für Klein-Jane dann doch etwas zu kitzelig. Kaum war das Netz offen, überrannten mich die Ladys förmlich. Der Klee um die Weinberge und die Blätter der Reben ringsum hatten wohl doch Begehrlichkeiten geweckt. Die Damen waren flott unterwegs. Erin war anfangs, wie immer, schrecklich nervös was sich, wie so oft, in hochfrequentem Quietschen äußerte und in penetrantem Ungehorsam! :(
    Irgendwie merkte sie dann aber doch das alles halb so wild ist und wir zwei das sehr gut im Griff haben. Sie wurde merklich ruhiger, hörte das leise “lie down” dann auch wieder und ich gönnte uns allen eine kleine Rast auf einem verwildertem Renaturierungsstück. Die letzten Meter liefen die Mädels gemütlich, immer wieder den leckeren Klee zwischendurch rupfend, fast von alleine.


    Viel Zeit hatte ich nun nicht mehr, Netze abbauen und bei den Böckchen wieder aufbauen, Strom anschließen und prüfen. Kurz vor Dunkelheit war ich fertig und wir “drei Weiber” machten uns müde und hungrig auf den Heimweg.

    Böckchenumzug und “Schwein gehabt”

    Kai ist am Samstag ins Saarland gezogen. Dort wird er hoffentlich für Kai-typischen Nachwuchs (böse Zungen behaupten: “mit Halbglatze” :D ) sorgen. Ich bin gespannt auf Bilder von vielen frohwüchsigen Lämmern! :)

    Der Rest der Truppe wurde ebenfalls am Samstag gleich einer kleinen Maniküre unterzogen. Die Klauen haben sich dank unserer regelmässigen “Umzüge” ganz von allein abgenutzt. Butox gegen äußere Parasiten und eine Entwurmung war ebenfalls dran.
    Nun kam sowas wie “Glück” ins Spiel. Mein Blick auf die Packungsbeilage des Wurmmittels lies mich was von zwei Tagen Wartezeit im Hinterkopf behalten. Als ich dann Samstag abend die Daten in mein Arzneimittelblatt übertrug, stellte ich fest, das die Wartezeit 2 Wochen beträgt! Einer der Burschen hat nun Riesenglück, denn der Schlachttermin am Dienstag fällt damit aus.
    Macht nix, der Trupp steht nun auf einer schönen Kräuterwiese. Das wird im Spätherbst doppelt lecker :D

    Trainingsstatus

    Jane darf seit ein paar Tagen an der Böckchengruppe trainieren. Eigentlich hatte ich gehofft die jungen Hüpfer sind etwas mehr “Quecksilber”. Weit gefehlt. Die Jungs kleben mir zwar nicht auf den Füßen, aber unnötig bewegen wollen sie sich auch nicht. Hin und wieder überlegen sie sogar, ob sie nicht einfach stehen bleiben sollten. Jane hat das aber gut im Griff und kann sie überzeugen, doch weiterzumarschieren.

    Ihre Flanken unterlege ich nun doch langsam und hin und wieder mit Kommandos, obwohl das “sch sch” nach wie vor bleibt. Ist irgendwie noch etwas einfacher :)
    Gestern habe ich sie dann einfach mal ausbalancieren lassen. Bin also in Schleifen auf der Wiese rumgelaufen und habe mir die Böckchen immer schön zuhalten lassen. Das kann der kleine Pimpf wirklich wunderbar. Ohne Kommandos balanciert sie aus und behält ihren Abstand zu der Schafgruppe. Für meine zukünftigen Umtreibaktionen wird sie mir eine wertvolle Hilfe sein!
    Kurz vor Schluß habe ich sie noch ein wenig wegtreiben lassen, damit wir auch das nicht ganz aus den Augen verlieren. Etwas verunsichert war Klein-Jane dann doch, hat die Aufgabe aber schnell begriffen und war dann wie immer mit Feuereifer dabei. Ihre Leichtführigkeit und natürliche Veranlagung macht mir das Training sehr leicht, gerade deshalb werde ich nun doch wieder mal eine Trainingspause einlegen. Mit 13 Monaten kann sie bereits mehr als ich erhofft hatte und wir haben ja noch alle Zeit der Welt. :)

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