Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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    Seminar mit Finn Petersen und Gunilla Swedjamark

    31. Januar 2009bis1. Februar 2009

    Am 31. Januar und 1. Februar waren wir endlich wieder einmal Kirstin Piert besuchen. :D

    Natürlich um uns weiterzubilden auf dem Seminar mit Finn Petersen und Gunilla Swedjamark. Bei dem Wetter war es mir zu kalt zu fotografieren. Bei -5° C und eisigem Ostwind wollte ich einfach nicht ohne Handschuhe sein. :)

    Samstag hat Jane bei Guinella gearbeitet und sich von ihr nicht stören lassen. Das war für mich schonmal Klasse. Bei Finn am Sonntag sah das nämlich ganz anders aus unglücklich
    Giunella hat mich immer wieder daran erinnert, das Jane noch sehr jung ist. Ihre Meinung zum treiben und ihre Begründung sind für mich sehr stimmig, ist aber eine gänzlich andere, als ich persönlich das bisher so gesehen hatte.
    Ich solle Jane immer wieder motivieren auf den Füßen zu bleiben und sie nur stoppen, wenn die Schafe rennen. Kein steady. Langsam bekommt man den Hund auch noch mit vier Jahren, meinte sie Augenzwinkern
    Bisher sah ich das treiben so, das Jane stopt bevor die Schafe ins galoppieren kommen. Guinella meint, sie hat bisschen viel Auge. Da ich zufälligerweise einen Halbbruder von Jane beobachten konnte und mich mit dessen Besitzerin unterhalten, kaue ich z.Z. noch etwas auf diesem “treiben” rum, sozusagen.
    Die gezeigte Traininsmethode ist ebenfalls gänzlich anders, als ich das bisher mit Jane trainiert habe, aber sehr interessant und funktionierend.
    Guinella zeigte einige Dinge mit Bill, unterstützend zur Theorie sozusagen. Ihre Ansätze Flanken weit zu bekommen ohne den Hund unnötig zu drücken, fand ich unheimlich interessant. Ich bin am überlegen, ob das nicht etwas für mein Erin ist.

    Sonntag war bei mir die Luft raus oder ich zu durchgefroren. Wenn ich nicht 100%ig bei der Sache bin, ist Training mit Jane eigentlich für die Katz (das weiß ich bereits von daheim). Jane verkaufte sich dadurch bei Finn einfach unter Wert und war total verunsichert durch seine Präsenz. Sie ging mir nicht mehr vom Fuß, so das mich Finn fragte, ob wir Obedience trainieren geschockt
    Seine Gedanken und Ideen hab ich aber ebenfalls mit heim genommen und werde sie ebenfalls versuchen umzusetzen. (Ich soll Jane freier trainieren, ohne Kommandos und dann mal wieder Kommandos geben. Er meinte Jane “schaltet ihr Hirn aus, sobald sie ein Kommando bekommt”)

    Das Essen war lecker und reichlich. Die Feuertonne hat mich vor der wahrscheinlich schlimmsten Erkältung meines Lebens bewahrt und “Frau Mumpitz” danke ich für ihre wärmende Decke smile

    Fazit: Seminare unter +15°C sind definitiv nix mehr für meine alten Knochen, da hilft auch kein Ramazotti. Ich werden wohl zukünftig zu den “Schönwetterseminierern” gehören großes Grinsen

    das Jahr fängt ja gut an :)

    Über Weihnachten und Neujahr hatte ich endlich etwas mehr Zeit und Muse für das Training der Hunde. So verbrachte ich viele Stunden bei den Schafen. Die Winterzeit ist mit solchen Arbeiten wie frisches Wasser bringen, Eis aufhacken, Kraftfuttergaben, Heuraufen und Einstreu füllen ausgefüllt. Dadurch hatte ich aber auch für jeden Hund die benötigte Zeit, Ausgeglichenheit und Ruhe zum Training.
    Der Trainingstrupp ist mittlerweile etwas zäh geworden. Immer wieder nachtreiben lassen auch die Schafe wissen, was zu tun ist.
    Ich beschloss nun intensiver das Quer- und Wegtreiben mit Jane in Angriff zu nehmen. Beim Weihnachtstraining bei Markus Waldmann zeigte Jane außerdem, das sie nun wohl verstanden hat, wie ein Mini-Outrun aussehen sollte :)
    Die Distanzen des Outruns strecke ich jetzt von Training zu Training. Allzu häufig kann und will ich diese nicht trainieren. Zu schnell wissen die Schafe wohin sie laufen müssen.
    Beim wegtreiben konnte ich heute wieder deutliche Fortschritte feststellen. Weitere Tips werde ich mir nun dazu auf dem nächsten Seminar holen müssen.
    Dafür hat Jane heute die 50m Marke beim Outrun geknackt! Wie hab ich mich gefreut. Beide Seiten sauber ausgelaufen, ohne Schnippeleien im letzten Drittel und mit einem sauberen Stop am richtigen Punkt!

    Und Erin? Die durfte heute wieder einmal shetten. Noch müssen wir an ihrer Geschwindigkeit beim reinkommen arbeiten. Sie ist noch zu unsicher was das soll, diese Trennerei der Schafe. Außerdem habe ich sie wieder etwas häufiger einen gedachten Parcour ablaufen und einpferchen lassen.
    Eine unersetzliche Hilfe ist sie mir z.Z. immer mal wieder als “Hilfshund” bei Janes Training.

    Danach erfreue ich mich beim Spaziergang an der Lebhaftigkeit und Verspieltheit meiner zwei Weiber. :D

    Krankenstation

    Die Ablammboxen musste ich verfrüht aufstellen. NIcht, weil vorzeitig Lämmer auf die Welt kommen, sondern als Krankenstation.
    Die kleine Darla hat mit einer Klaue Probleme. Der wochenlange Matsch auf der Wiese forderte seinen Tribut. Sie muß öfters nachkontrolliert und versorgt werden. In der Box leistet sie Antje Gesellschaft und wir haben den Stress mit der Einfangerei nicht.
    Antje war über Weihnachten mein Sorgenkind *ähm* -schaf. Sie stand eines morgens mit wackeligen Beinen auf der Wiese und fiel um, als ich  zu ihr ging. Der herbeigerufene Tierarzt vermutet Selenmangel. Tagelang mußte ich ihr Pansenstimulanz und Glucose einflösen. Dann endlich nach fast einer Woche sah ich sie ein paar Strohhalme knuspern. Mittlerweile ist sie übern Berg, bleibt aber weiterhin unter Beobachtung und erfreut sich über eine tägliche Handvoll Extra-Leckerchen.

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