Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Mai 2009

    nicht zur Strafe, nur zur Übung

    Donnerstag durften nun endlich die Moorschnucken ihre Wolle verlieren. Die Schafe wurden von Erin also gegen Mittag in den Hänger gepackt. Dort stellten wir dann schnell fest, das 39 Moorschnucken ganz schön viel Platz brauchen. Also kamen eine Hand voll Lämmer in den Combo und die Hunde durften mal Pick-up fahren :)
    In Hochstadt angekommen, lauerte gleich das nächste Problem: der ausgeliehende Generator war zu altersschwach für die zwei Schergeräte der Schafscherer. Der weltbeste Ehemann kam eh gerade vom Mülltüten holen zurück (die ich natürlich auch vergessen hatte) und durfte gleich nochmal los.
    Der Leihgenerator tat dafür ganze Arbeit und so waren nicht nur die Moorschnucken, sondern auch die Fuchsschafe schnell geschoren.
    Merke fürs nächste Jahr: “to do Liste für den Schafscherer anlegen”.
    Die Moorschnucken wurden anschließend 2,5km quer durch die Weinberge, zur ihrer neuen Weide getrieben.
    Ich hoffe, ich kann die kleinen Handyvideos auch noch hier einstellen.

    Videos von der Schafschur und einem Stückchen vom Umtrieb gibts jetzt auch.

    Victor wird geschorender zweite Schafscherer gibt auch sein Bestesvorher - nachherFuchsschaf beim scherenalle nackisch

    Schafe scheren – in Reilingen

    Am Mittwoch sollten die “Trial-Füchse” noch ihre Wolle verlieren. Also ab zu Markus und die “roten Ladys” aufgesetzt. 30 Schafe haben wir geschafft. Danach hatte ich höllischen Muskelkater, denn nicht jedes Schaf war wirklich kooperativ. Teilweise hatte das Aufsetzen etwas aus einem Rodeo oder Wild-West-Film. Am just-in-Time Aufsetzer des Jahres werde ich wohl noch arbeiten müssen :)

    "Trial Fuchs" beim schereneinfach zugucken

    wider den Brennesseln

    Jahrelanges, spärliches Mulchen auf der derzeitigen Fläche hat dazu geführt, das sich die Brennesseln sichtlich wohl fühlen und in Massen vorhanden sind.
    Da die Schnucken die Brennesseln nicht vom Stiel fressen, sondern nur angewelkt als Delikatesse empfinden, mußte wieder einmal der Freischneider zum Einsatz kommen.

    Brennesselinselnalles plattunbekannte Eier

    Auch stellte ich fest, das da bereits vor mir jemand versucht hatte, ganze Arbeit zu leisten. Einige Brennesseln habe ich deshalb stehen gelassen. Mal schauen, was aus diesen Eiern schlüpft.

    geimpft

    Gestern wurden die letzten Vorbereitungen mit dem Freischneider getroffen. Die Schafe sind heute morgen nämlich ein Stückchen weiter gezogen auf der Fläche. Zusätzlich haben wir die Steckfixhorden aufgebaut, denn heute war großer Impftag. Punkt zehn Uhr war die Tierärztin da und nun haben alle Schafe die verordnete Blauzungenimpfung bekommen.  Die Lämmer wurden noch nicht geimpft, die werden bis zum Sommer warten müssen :)

    “Kampftag”

    Markus Waldmann mußte wieder umtreiben und diesmal durfte Erin wieder helfen. Jane blieb diesmal zu Hause. Einen Hund kann man einfach besser im Auge behalten.
    Die Schafe wußten irgendwie schon was los ist und stürzten augenblicklich aus dem Netz auf den Aufwuchs des Dammes.  Leider dauerte es nicht lange und sie hatten die 100m zum Weizenfeld des Bauern zurückgelegt. Schwerstarbeit für die Hunde. Die Scottish Blackface hatten doch so ihre eigenen Ideen. Kaum hatten die Hunde die Schafe an einer Stelle zurückgedrückt “schwabbten” sie an anderer Stelle wieder rein in den Weizen! :shock:
    Mit vereinten Kräften konnten wir sie aber überzeugen, dann doch weiter zu marschieren und ab ging es mit der nächsten Überzeugungsarbeit – über die Brücke, bitte!
    Als das geschafft war, ging es relativ ruhig den Damm entlang. Die letzten paar Meter rannten die Schafe im gestreckten Galopp ins Netz. Das Buffet war eröffnet!
    Erin war voll gefordert auf der Strecke, teilweise regelrecht überfordert und nachdem die Schafe im Netz waren, komplett fix und alle. :D

    neugierige Lämmerwas guckst Du?!Adebar macht sich vom AckerNetz auferstmal frühstückenlos gehtsschmale Wegebreiter Dammüberall gibts leckeres zum probierengleich geschafftGalopp ins Netzwurde getragen und hat doch was zu meckernfrisches Grüngleich mal die Nase ins frische Grüntotal fertig

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