Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Juni 2009

    *Autsch*

    Aus den Blümchenfotos heute wurde nix. Jane machte dem ganzen einen Strich durch die Rechnung oder besser einen Schlatz durchs Bein :(
    Jane hat im wilden Pool-Umrundungs-Eifer wohl einmal daneben getreten und schon war´s passiert: humpelnd kam sie angelaufen, mit blutüberströmden Vorderbein!
    Ich schaute nach, hatte eine Vordergralle im Verdacht. Dabei sah ich dann die Bescherung, 5cm offene Wunde, tief bis auf den Knochen, der deutlich sichtbar war! Augenblicklich fuhren wir zum Tierarzt. Dort wurde Klein-Jane in Narkose gelegt und behandelt.
    Nun hat sie einen riesengroßen, roten Verband. Humpelt auf drei Beinchen und schaut Bemittleidenswert!
    Mein kleiner “Schattenhund” ist im Moment ein “Klettenhund”, hat augescheinlich Schmerzen. Die nächsten zwei Wochen ist erstmal Totalschonung angesagt.
    Die “Tröde” hab ich ihr aber erspart. Überzeugt habe ich dem Tierarzt versichert “das sie nicht an den Verband geht, bekommen wir auch so hin”. Bisher ist sie tapfer, die kleine Maus und lässt den Verband brav in Ruhe.

    Schaf Odyssee

    Die Schafe sollten am Wochenende umziehen, die Frage war nur: wohin? Eigentlich war geplant, einige sogenannte “Ausgleichsflächen” einer unserer Nachbargemeinden von den Schafen freifressen zu lassen.
    Spontan wurde dann am Donnerstag, auf die Schnelle, ein Stück ausgewiesen. Dort sollen die Schafe hin!
    Als wir Freitag spät am Nachmittag das besagte Grundstück erreichten war ich nicht schlecht erstaunt. Zwischen den jungen Obstbäumchen und der bunten Wiesenmischung blitzten alle 2m (!) junge Sträucher aus dem Grün! Na, das kann ja heiter werden! So gut es ging, stellte ich die Netze vor einige Sträucher. Denjenigen, die sich allerdings im Netz befanden, erging es, wie es allem jungen Aufwuchs bei den Schnucken ergeht. Um den Schaden auf die Blättlein zu begrenzen und den jungen Sträuchern die Chance zu geben, neu auszutreiben, koppelte ich von Freitag bis Montag insgesamt dreimal weiter.
    Heute gab es dann allerdings einen Unterschied: heute wurde dann festgestellt, das meine Schäfchen auf einer Pachtfläche stehen. 8O
    Dort mußten sie nun schnellstmöglich wieder weg um den bürokratischen Schaden in Grenzen zu halten. Glücklicherweise war ein hinzugeeilter Landwirt, sofort behilflich beim Auffinden einer “Ausweichmöglichkeit” für uns. Gott sei Dank, schnappte sich Markus auf meinen Hilferuf hin, sofort wieder mal seinen Hänger und die Mädels dürfen sich nun auf einer anderen “Ausgleichsfläche” ganz ohne junge Büschlein, dafür ebenfalls mit diversen Blumen und Gräsern austopen. Morgen nehme ich die Kamera mit und versuche mich mal als “Blütendetektiv”.
    Fazit: Ende gut – alles gut oder doppelt gekoppelt hält besser (zumindestens den Sonnenbrand im Genick ;) ).

    Rheinland-Pfalz-Meisterschaft 2009

    Wieder mal war ein hochkarätig besetztes Trial in unserer Nähe. Sonntags bin ich also als “Schlachtenbummler” zum Hofgut Neumühle gefahren. Viele interessante Läufe von altbekannten Handlern und Hunden waren zu sehen, aber auch den ein oder anderen mir weniger Bekannten konnte ich sehen. Nun wissen wir, wieviel wir noch üben müssen und wieviel Erfahrung uns noch fehlen. :D

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    rlpf-meisterschaft

    back to the basics

    Janes Training geht wieder “zurück zu den Anfängen”. Nicht, weil wir was auszugleichen hätten, nein. Jane lernt jetzt auf Pfeifkommandos zu hören :)
    Jahrelanges, unregelmäßiges üben; das ausprobieren von zig Pfeifen und eine Tochter die nun endlich nach den ersten Pfeiftönen “alle meine Entchen” erkannte, haben mich entschließen lassen: es reicht aus, das der Hund auch lernen kann, was ich mit dem gepfeife will.
    Also habe ich mich hingestellt, gepfiffen und Jane dann das Wortkommando gegeben. So richtig begeistert war ich davon nicht. Irgendwie….ich weiß nicht.
    Also habe ich meine Hilfestellungen verstärkt, Jane frei arbeiten lassen und wenn ich sah, jetzt gleich wird sie sich hinlegen (oder aufstehen oder sie will eine Flanke laufen) gab ich das Pfeifkommando und das Wortkommando zur Sicherheit auch nochmal.
    Drei, vier Wiederholungen waren ausreichend, danach hat Jane den Trupp nur mittels Pfeifkommandos über die Wiese geschoben.
    Pfeife ausgespuckt, “Rundumgrinsen” aufgelegt, Hund eingepackt. Besser kann ein Tag nicht enden! :D

    Vom idealen Trainingsfeld zurück aufs “Handtuch”

    zog heute die große Gruppe. Ideales Trainingsterrain war das Regenrückhaltebecken, weil ich am Rand stehend, Jane den Rand entlang schicken konnte, während die Schafen unten in der Senke standen. Ideal auch, weil ich von da oben GENAU sehen konnte, ob sie meine “lie down” Kommandos annimmt, selbstständig auflöst und/oder das “steady” korrekt ausführt :)
    Ausnahmsweise durfte sie heute mal zeigen, das sie ihr “get, get, get” auch noch kennt und die Schafe im Eiltempo vor die Füße bringen. Auf der kurzen, geraden Umtreibestrecke dagegen, wechselte ich einfach zwischen schnell und langsam Tempi. Erin war, wie immer, ein hervorragender Bremser vorn. Leider war der Weg viel zu kurz.
    Die Schafe stehen nun auf einem langen (150m) dafür schmalen (10m) Streuobstwiese die voll steht mit verschiedensten Gräsern und Kräutern. In wenigen Tagen wird davon nichts mehr zu sehen sein und wir werden sehen, ob dann unser langer Fußmarsch “nach Hause” ansteht oder ob wir noch ein zweites Regenbecken abweiden dürfen.

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