Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Archiv: Januar 2010

    keine Lust

    …zum laufen heute bei den Schafen.
    Gestern Tauwetter und heute wieder eisig. Die dünne Schneeschicht ist nun von einem eisigen Überzug bedeckt. Läuft sich wie auf Eischnee.
    Den Schafen scheint das unangenehm zu sein. Sie brechen sofort durch auf dieser Schicht. Ich denke, die Eisschicht schmerzt am Kronsaum. Daher heute kein freudiges “oh, der schwarze Futtereimer mit den zwei Beinen am Henkel kommt”- Gerenne :D sondern abwarten am Unterstand. Auch gut.
    Den Böckchen geht es ähnlich. Die sonst so lauffreudigen Burschen bleiben lieber gleich vor der Heuraufe stehen, um das “Tagesaktuellste” rauszuzupfen.
    Auch Erin und Jane haben keine rechte Freude am Spaziergang. Jane – das kleine Leichtgewicht – bricht allzuoft auch nicht gleich durch, sondern rutscht erstmal auf der Eisschicht. Unsere Touren draußen begrenzen wir daher heute einfach auf das Nötigste.

    was Du heute kannst besorgen…

    …das verschiebe nicht auf morgen (auch wenn heute Sonntag ist).
    So machen wir uns heute auf zu den Muttern, um die Ablammboxen aufzubauen. Eigentlich zu früh, denn das Klauen schneiden gestern zeigte, das außer dicken Bäuchen noch garnichts in Richtung Lämmer zu erkennen ist.
    Dichter Schnee holt uns dann ein, die Hunde nutzen die Zeit für “Schaf-TV”. Schnell sind die Boxen aufgestellt und die Schrauben festgezogen. Danach nutzen die Hunde die Gelegenheit für wildes Gehüpfe und Gerenne. So gehen Sonntage auch rum :D

    Schaf-TVfertig aufgebaut

    Beharrlichkeit zahlt sich aus

    Was das Böckle nicht kennt, frisst es nicht!
    Was hab ich ihnen nicht alles angeboten:
    kleingehackte Futterkartoffeln,
    kleingehackte Futterkartoffeln mit Zuckerrübenpellets,
    kleingehackte Futterkartoffeln mit aufgeweichten Zuckerrübenpellets,
    trockene Zuckerrübenpellets.
    Nix wurde auch nur angerührt.
    Letzter Versuch: eingeweichte Zuckerrübenpellets! Etwas untergeschmuckelt unter das frische Heu, das ich ihnen gestern morgen brachte. Und heute? Alles weg. Alles gefressen!
    Nun kann ich beruhigt etwas zufüttern und hoffe, der Metzger wird um die Osterzeit zufrieden sein! :)

    Ansonsten bescherten uns die +5°C Tauwetter vom feinsten und dazu Regen. Die Wiesen sind sehr naß *pitsch* *patsch* klingt es, wenn man drüber läuft. Zeit, den Böcken die Klauen nachzuschneiden und Jane etwas “freedom” bei der Arbeit zu lassen. Sie hielt mir die fünf kleinen Kerlchen einfach immer schön zu. So das ich einen nach den anderen holen und aufsetzen konnte. Pferch? Brauchts beim “Puppinger” nimmer :D Nächste Woche sind die Muttern dran, danach ist für sie Ruhe bis zur Lammzeit.

    ups, i dit it…

    16. Januar 2010

    “behalt das renitende Schaf im Auge” oder “haben wir mit rechts ein Problem”?

    Wenn ab morgens um sechs schon nix läuft wie geplant. Der Wecker der Tochter klingelt sich fast zu tode. Sie ist nämlich außerhäusig und hat ihn vergessen abzustellen. Also ist von Ausschlafen und dann gemütlich ab 12.30 Uhr trialen schon mal gestorben. Um sieben ist die Nacht vorbei. So bleibt dann allerdings viel Zeit für die Schafe. Die Böckchen werden heute erstmalig mit aufgeweichten Rübenschnitzeln “bestochen”. Wir werden sehen…

    12.15 Uhr sind wir in Katzelnbogen angekommen, nicht ohne nach den ersten 80km festzustellen. Die Pfeife hängt daheim am Schrank! Sabine hilft aber aus, nur irgendwie war die Pfeife kaputt oder voll mit Spucke :P
    Bei -4° C und Schnee stechen die blau-weißen Tore schön heraus. Das Feld ca. 2 ha ist eben, eingegrenzt vom Feldweg und einer Buschgruppe zur Straße hin. An der Frontseite endet das Dorf. Die Schafe sind eine Mischung aus Blackface und Heidschnucken. Was Fuchsschafiges glaubte ich noch zu entdecken ;) Die Schafe waren flott, wollten den Hund mit Abstand und am Besten im 1. Gang haben. Wußten aber auch ganz genau wo sie hinwollten, respektive in welche Richtung der Feierabend winkte :D

    Der Outrun maß genau 140 “Sabine-Schritte” :D Der Turn ging im Uhrzeigersinn, beim ersten Treibschenkel hatte oft wenigstens eines der Schafe Zug geh´n Ausgang oder dachte auch mal schnell um und es  zog sie zurück zum Auslass. Beim ersten Durchgang war nach dem shedding das pferchen in einen Hänger angedacht.

    unser erster Lauf:
    Der Ausgang war rechts. Ich vermute daher, das die Schafe eher zum Ausgang zurück tendieren und schicke Jane rechts. Sie stoppt zu früh, ich geb ihr nochmal ´nen Stopfpfiff nach. Neee. Es sollte wie einer klingen. Es klang nach “Spucke durch Metall” (18 Punkte). Jane schiebt die Schafe also schräg an (5 Punkte), die nehmen auch gleich an Fahrt auf und es geht in einem Riesenbogen über den Fetch. Meilenweit vom Fetchtor weg. (5 Punkte)
    Der Turn ist dafür nett. Beim ersten Treibschenkel zieht es die Schafe stetig nach links. Jane verzweifelt schier mit mir und meinen vielen, widersinnigen Kommandos :(
    Vorm ersten Treibtor spaltet sich die Gruppe etwas. “die gehen gerade so durch” sieht es für mich aus. Direkt davor biegen zwei ab. Ich lasse Jane die drei verbleibenden durchs Tor schieben um wenigstens diese Punkte noch zu retten. Was eine Fehlentscheidung. Die zwei widdern ihre Chance und geben Vollgas, zurück zum Auslaß. Jane hat keine Chance und ich rufe sie ab um die drei verbleibenden Schafe abzuräumen. Zeitgleich hupt das Richterauto. Wir sind disqualifiziert.

    Beim zweiten Lauf wurde nach dem Drive “stabilisieren” verlangt, danach einpferchen und der Shed wurde auf den Schluß verlegt.

    2. Lauf
    Da die Schafe nach dem Lift beständig versuchen nach links abzudriften, schicke ich Jane diesmal links. (19 Punkte). Der Lift ist schick (9 Punkte). Auf dem Fetch hört sie gut zu und arbeitet immer dieses eine, den Ton (und der klang deutlich nach Feierabend) angebende Schaf.
    Der Drive mit viel Kommandos. Meine Aufregung lässt Jane kaum Raum für freies Arbeiten. Ich nutze den Hang der Schafe zum driften und korrigiere das meistens nur durch Flanken. Etwas stop and go mit deutlichem Zug. Ich wollte allerdings auf Nummer sicher gehen. Nach dem zweiten Treibtor nimmt Jane ein Kommando nicht, lässt sich aber gleich korrigieren und bringt sie schön gerade. (26 Punkte) Stabilisieren ist gut (10 Punkte) und danach “Hängertime”. Ich lasse der Ms. Feierabend Zeit sich den Hänger anzuschauen. Durch kurzes flankieren von Jane motivieren wir die graue Heidschnucke in der Truppe noch und rein gehen sie :D (10 Punkte)
    Beim shedden erwischt uns dann das “time”. Entweder das kleine renitende Schaf oder die Heidschnucke stellten sich extra. Beide zusammen mal zu probieren hatte ich in der Aufregung nicht auf dem Plan ;) Verblieben 91 Punkte.

    Fazit: Unser zweiter Lauf hat mir gezeigt, das es richtig war, die “Herausforderung Klasse 2″ anzunehmen. Nun gilt es auch in dieser Klasse “üben, üben, üben” und Erfahrungen sammeln und “shedden in weniger als 30 Minuten, wenns geht” :D

    Alun Jones 2010

    8. Januar 2010bis10. Januar 2010

    Bei diesem ersten Seminar im neuen Jahr stand die Vermeidung von Erfrierungen ganz oben auf dem Seminarplan :D
    Tief  “Daisy” gab an diesem Wochenende alles. Leichter Wind und wenig Schnee am Freitag. Nachts schneite es immer wieder schön. Samstag kämpften wir nicht nur mit Trainingszielen, sondern auch gegen einen eisigen Wind. Dafür war der Sonntag einer der netten Seminartage, mit Schnee und windstill. Nur die Sonne, die lies sich nicht ein einziges mal blicken.
    Viel zu berichten gibt es eigentlich nicht. Ich wollte Alun nochmal auf meine und Janes Sheddingarbeit schauen lassen, ob es noch Verbesserungen gibt. Verbesserungen gibt es, aber das 1×1 haben wir beide wohl verstanden. Jane zumindest weiß nun auf was es ankommt und ist sehr kontrolliert und überlegt bei ihrer Aufgabe :D
    Ich bekam aber auch diesmal wieder wertvolle Handlingtips und -anregungen, wie wir zukünftig miteinander arbeiten und kommunizieren können. Schafe lesen lernen und Erfahrungen sammeln muß ich aber alleine  :)

    "Pfennigsucher"Ron IIGwen IIErklärungenPenny IPenny IVTrever TimeTrev IIIein Hauch von Wahnsinn?shedding VorbereitungVicky IIIMichelinweibchen

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