Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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    Jane hatte heute ihren ersten richtigen Arbeitseinsatz!
    Die Böckchen mußten umgetrieben werden. Sechs kleine Kerle, jeder für sich die Ruhe selbst, ganze 200m einen kleinen Feldweg bis zur nächsten Wiese. Nichts dramatisches und Sonntag abend haben wir alle Zeit der Welt und bleiben ganz sicher ohne Publikum.

    Gesagt, getan. Erin lief als “Notanker” dann aber doch mit. Wenn sie auch nicht eingreifen mußte. Ich war vor allem gespannt darauf, wie Jane sich zeigt wenn sie sehr eigenständig arbeiten darf und ihr der Platzmangel keine großen Flanken ermöglicht, wenn die Böckchen schneller werden. :)

    Auch bei Jane als Umtreibhund kann ich nur sagen “vollkommen unspektakulär”. Sie reguliert ihr Tempo und den Abstand zu den Schafen eigenständig und sehr gut. Das zwischen Weinbergen und Acker kein Platz für große Flanken war, störte sie keineswegs, als ich die Schafe an mir vorbei ziehen lies. Sie ist groß genug um durch schnelle, enge Flanken die Schafe dort hin zu dirigieren wo sie hin sollen: vor meine Füße :D
    Die letzten Meter nutzte ich dann noch um mit ihr wegzutreiben, Richtung Netz.


    Letztendlich nahm ich einen müden aber glücklichen, jungen Hund mit zum Auto, der trotzdem auf der alten Weide gucken mußte, ob wir auch wirklich kein Schaf vergessen haben :D

    Die 1,5km, die die Muttern umziehen mußten, trieb ich dann doch allein mit Erin um. Die Damen sind mir für Klein-Jane dann doch etwas zu kitzelig. Kaum war das Netz offen, überrannten mich die Ladys förmlich. Der Klee um die Weinberge und die Blätter der Reben ringsum hatten wohl doch Begehrlichkeiten geweckt. Die Damen waren flott unterwegs. Erin war anfangs, wie immer, schrecklich nervös was sich, wie so oft, in hochfrequentem Quietschen äußerte und in penetrantem Ungehorsam! :(
    Irgendwie merkte sie dann aber doch das alles halb so wild ist und wir zwei das sehr gut im Griff haben. Sie wurde merklich ruhiger, hörte das leise “lie down” dann auch wieder und ich gönnte uns allen eine kleine Rast auf einem verwildertem Renaturierungsstück. Die letzten Meter liefen die Mädels gemütlich, immer wieder den leckeren Klee zwischendurch rupfend, fast von alleine.


    Viel Zeit hatte ich nun nicht mehr, Netze abbauen und bei den Böckchen wieder aufbauen, Strom anschließen und prüfen. Kurz vor Dunkelheit war ich fertig und wir “drei Weiber” machten uns müde und hungrig auf den Heimweg.

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