Gestern wurden die letzten Vorbereitungen mit dem Freischneider getroffen. Die Schafe sind heute morgen nämlich ein Stückchen weiter gezogen auf der Fläche. Zusätzlich haben wir die Steckfixhorden aufgebaut, denn heute war großer Impftag. Punkt zehn Uhr war die Tierärztin da und nun haben alle Schafe die verordnete Blauzungenimpfung bekommen. Die Lämmer wurden noch nicht geimpft, die werden bis zum Sommer warten müssen
Die Blauzungenimpfung steht wieder an. Heute geht nun endlich das Formular an den Amtsveterinär raus. Selbstverständlich muß vorher die HIT-Datenbank gefüttert worden sein 
Wir werden sehen, wann wir unsere Schafe impfen können. Letztes Jahr hatten wir sehr viel Glück. Bisher verlor ich noch kein Schaf wegen Blauzunge. Auch die Impfung ging (fast) komplikationslos vorüber.
Wir werden sehen, ob wir dieses Jahr ebenfalls soviel Glück haben und von weiteren Serotypen z.B. verschont bleiben.
Heute war es soweit. Die Impfung gegen die gefürchtete Blauzungenkrankheit stand heute auf dem Plan. Zur Anwendung kam Bluevac-8 eines spanischen Impfstoffherstellers.

Die “Damen” kennen die Prozedure schon fast auswendig. Raus aus dem Netz, rein in den Pferch. So ging es die letzten Tage bereits mehrmals. Heute durfte Schaf dann nach Belieben und zur Abwechslung über die Klauenwanne ins Freie hüpfen. Das gab dem ganzen Prozedere nochmal etwas Geschwindigkeit. 
Missy und Trinity bekamen gleich noch ihre Ohrmarken. Das Zeichen für “darf bleiben”. Missy sah das wohl etwas anders und versuchte mitsamt Ohrmarkenzange im Ohr davon zu kommen.
Nichts desto Trotz ging die Sache heute schnell und (hoffentlich auch weiterhin) komplikationslos über die Bühne. Um drei sind wir losgefahren zur Weide, um fünf saß ich bereits wieder zu Hause und die Hunde hatten ihre Pippi Runde schon genossen.
Vorgestern war noch “alles-in-Ordnung-vor-sich-hin-plätschernder” Schafhalter-Alltag, gestern holt es dann nach.
Zwei der Damen hinken (mal wieder). Ein Lamm hat sich unterm Augenlid aufgerissen und will verarztet werden.
Zum Glück ist die Tochter hilfsbereit und wir fahren gestern gegen abend los und bauen den Pferch auf. Schafe rein – warum hab ich mir nur so kitzelige, lämmerverteidigende Muttern geholt? – und erstmal das Lamm versorgt. Zum Glück sieht die Verletzung schlimmer aus, als sie ist. Mit Aluspray wird das ganze in ein paar Tagen nicht mehr zu sehen sein.
Eine der Muttern die hinkt, ist eine von meinen “Dauerkandidaten”. Hinken, ausschneiden, ein paar Wochen alles in Ordnung, wieder hinken….usw. usf. Ich kämpfe hier wahrscheinlich gegen die Nachwirkungen von Blauzunge. Die Klauen schuhen aus, sind unförmig und beim ausschneiden, kann ich die im Schaf-Forum mehrmals beschriebenen Anzeichen erkennen.
Wie die Moorschnucken die Wiese in Angriff nehmen, erfreut heute morgen dafür wieder mal mein Auge. Ich hatte bereits befürchtet, das sie sich vorzugsweise über die jungen Obstbäume hermachen und die Disteln z.B. großräumig umfressen. Weit gefehlt. Der Baumschutz funktioniert gut. Die seitlichen Ableger haben dagegen keine Chance und die Schafe ersparen mir so die Baumpflege. Den Disteln geht es ebenfalls (erstaunlicherweise) an den Kragen! Vorzugsweise die oberen jungen Triebe werden abgefressen. Ich hoffe, das wir so bereits im nächsten Jahr mit einem starken Rückgang dieser Pflanzen rechnen können, ohne das ich groß Hand anlegen muß.
Nachdem ich die übliche Bestechung, eine Tüte Brot, verfüttert habe, mache ich mich auf den Weg: Lauf durch die Weinberge.
admin,
22.05.2008, 12:41 | Abgelegt unter: Schafe, tägliches | RSS 2.0 | TB | Tags: Blauzunge, Disteln, hinken, Klauen, Lamm, Moorschnucken, Obstbäume, Verletzung | 1 Kommentar
Heute nun ging der Brief ans Veterinäramt zurück. Alle zu impfenden Schafe sind gemeldet, der Tierarzt eingetragen und die Vollmacht für den Vermerk in der HIT-Datenbank ebenfalls gegeben.
Jetzt heißt es warten, das es Juni wird und die Impfung endlich passieren kann und beten, das die Schafe bis dahin fit und gesund bleiben.
