Gestern auf der Weide steht alles im Schatten unter den Büschen und Bäumen. Nur “Frau Antje” liegt in der prallen Sonne und macht keine Anstalten sich zu bewegen, als ich komme.
Also schickte ich Jane kurz auf die Flanke. Glücklicherweise stand die ganze Gruppen incl. “Frau Antje” augenblicklich zusammen. Jane hatte nur “vergessen” wie man eine korrekte Flanke läuft und so trieb sie sie mal eben über die Graben auf die andere Seite der Wiese.
Kein Problem, dann darf sie die Schafe halt vorsichtig die 100m treiben und ich habe so die Möglichkeit endlich mal “Hausaufgaben” zu machen und mit Jane quertreiben zu üben.
Am Ende des abgesteckten Teiles lasse ich die ganze Prozedur umdrehen und Jane nochmal die 100m laufen. Um die Schafe über den Graben zurück zu bekommen, darf Erin dann helfen. Mit “Schritt für Schritt” Kommandos arbeiten die Hunde die unwilligen Ladys über den Graben zurück.
Das reicht dann auch fürs Erste als kleines Training(chen)
simsa,
26.04.2009, 10:22 | Abgelegt unter: Border Collie, Schafe, tägliches | RSS 2.0 | TB | Tags: Border Collie, Erin, Flanken, flankieren, hüten, Jane, Mutter, Muttern, Training, treiben | Keine Kommentare
| 13. Dezember 2008 | bis | 14. Dezember 2008 |
Am 13. und 14. Dezember fand in Grebenau ein Seminar mit Anita Hermes statt. Lange hatte ich überlegt, ob ich nur Jane mitnehme. Letztendlich packte ich dann kurzfristig Erin auch mit ein. Es ist nie zu spät etwas dazu zu lernen.
Der Samstag Morgen fing gleich chaotisch an. Ich hatte prompt verschlafen. Schnell die Hunde ins Auto, den Kaffee in die Thermoskanne und los ging es. Zum Glück konnte ich die verlorene Zeit “rausfahren” und kam pünktlich auf der Wiese an.
In Grebenau selbst war es um einiges kälter als bei uns. Zum Aufwärmen hatten wir aber einen gut beheizten Wohnwagen und meine Aigle Iso Parcour konnten sich bei ihrem ersten Härtetest bewähren.
Nun aber zum Training:
Erin hatte ich vor längerer Zeit auf Anitas Trainingsmethode umgestellt. Mit Jane hatte ich gleich so begonnen, das der Hund von mir wegflankiert und nicht über mich “rausgedrückt” wird.
Ich wollte Janes Ausbildungsstand überprüfen lassen und gemachte Fehler korrigieren. Außerdem hatten wir in den letzten zwei Monaten ja hauptsächlich daran gearbeitet, Jane ihre Freude an der Arbeit zu lassen. Nun sollte endlich etwas mehr Struktur rein kommen.
Leider machte mir Jane da einen Strich durch die Rechnung. Sie war kaum bereit mitzuarbeiten, blieb einfach liegen. Wurde ich etwas fordernder kam sie zu mir angeschlichen. Mit Flitzeskudden hatte sie dagegen ihren Spaß. Leider waren die für mich nicht handelbar. Dazu bin ich zu langsam und gedanklich nicht flexibel genug.
Zum Glück fanden wir dann sonntags noch eine Gruppe, die Jane zusagte. Anita hielt sich dann auch gut im Hintergrund und rief mir von weitem Anweisungen zu. So konnten wir dann doch noch eine Übungseinheit kontrolliert und mit Struktur absolvieren.
Bei Erin dagegen ging es um Feinschliff in den Bewegungen und um die Problematik, das sie bei kniffeligen Situationen, wie am Pferch, nicht punktgenau zu stoppen ist. Das liegt u.a. an ihrer natürlichen Art sich abzulegen und ihre Pfoten zu sortieren. Sie gewinnt dabei immer an Boden. Für die Schnucken zuhause absolut ungünstig. Für die Pfercharbeit habe ich eine etwas ungewöhnliche Idee mit nach Hause genommen, die wir probieren werden.
Beim Feinschliff, Kommandos für Kleinstflanken mit kurzem Stopp und weitertreiben, konnte mich Erin wieder einmal verplüffen. Sie hat diese Umstellung bzw. neue Aufgabe sofort angenommen und umgesetzt und fand es Klasse! Auch einen Outrun, nahe an ihrer Sicherheitsgrenze lies ich sie laufen. Klasse hat sie das gemacht!
Mit vielen neuen Idee im Kopf fuhr ich Sonntag heim. Anita gibt mir immer sehr viele Gedankenanstösse, hat oft unkonventionelle Lösungsansätze und -vorschläge, die mich immer wieder voran bringen beim Training.

beim click auf das Bild öffnet sich das Picasa Webalbum vom Seminar
simsa,
18.12.2008, 16:18 | Abgelegt unter: Termine, außer der Reihe | RSS 2.0 | TB | Tags: Anita Hermes, Erin, Flanken, Geschwister, Grebenau, Jane, outrun, Seminar, Training | 1 Kommentar
War der Anfang der Woche vom Verlust meines Autos überschattet, kam gegen Ende der Woche auch noch die Sorge um die Schafe dazu, die auf einer abgefressenen Wiese standen.
Der Samstag morgen dagegen begann mit der Gewissheit, daß die Schafe bis zum Bauch in gutem Futter stehen. Heute mußten nur noch die Horden auf die Weide gebracht werden, damit für die kommende Impfung alles an Ort und Stelle ist.
Die Hunde waren, wie immer, mit dabei um mir beim freischneiden der Netze zuzuschauen. Jane fand nach einer Weile aber, das die Schafe nicht so rumstehen dürfen. 
Also legte ich die Sense beiseite und animierte sie mit leisem “sch sch” zum flankieren. Da das wunderbar klappte und sie sich auch sehr brav ablegen lies, unterbrach ich also meine Arbeit entgültig und wir schoben die Herde erstmal in die Mitte der Wiese. Dort wo keine Zäune im Weg stehen.
Was soll ich sagen? Offenbar hat die Pause gewirkt! Der kleine Derwisch trieb wunderbar nach, lies sich gut ablegen und flankierte auf leises Zischen in die von mir gewünschte Richtung. Ihre Flanken absolut sauber und rechtwinklig, so wie ich es von ihren Eltern kenne! Sie braucht Platz, die kleine Maus!
Die Schafe waren diesmal ruhig und gut zu handeln, da Erin durch ihre Anwesenheit an den richtigen Stellen jegliche Ausbruchsversuche im Keime erstickte.
Solche Tage zaubern ein Lächeln auf mein Gesicht und nach solch Meilensteinen des (kleinen) Trainings bin ich sicher: “alles wird gut…”
Nach dem täglichen Versorgungsgang gibt es heute eine kurze Trainingseinheit für Jane. Die Schafe haben heute keine rechte Lust, der Zug zur großen Truppe ist unverkennbar.
Klein-Jane hat die Schafe gut im Griff, handelt sie souverän mit dem notwendigen Abstand, der für so einen jungen Hund schon enorm ist.
Leider bringt mich das in meinem Übungsbestreben nicht unbedingt weiter. Also lasse ich sie nachtreiben, die Schafe aufhalten und hin und wieder haben wir die Möglichkeit und sie zeigt auch klitzekleine Flanken.
Vernünftig ausbalancieren können wir sie heute nur für einige Zeit, ausgerechnet wenn ich meinen Mund halte, Schaf und Hund den Rücken zudrehe und einfach los laufe 
Das werde ich wohl morgen nochmal an den netten Fuchsschafen trainieren müssen.