…sind zur Zeit die Erfahrungen mit unserem “Litzensystem”. 
Die Böckchen sind in einem kleinen Bereich “eingelitzt”. Links Pferdeweiden, hinten Brombeeren, rechts ein Bach. Seit zwei Tagen stehen sie dort und seit zwei Tagen gehen sie spazieren.
Man sollte halt bedenken, das z.B. Litze über einem Graben dazu führt, das die Böckle einfach unten drunter durchmarschieren. 
Die Erdung habe ich gestern auch von einem Erdstab auf zwei erhöht, trotzdem waren sie heute wieder “unterwegs”. Ich hoffe nun, da die Erdung direkt in den Bachlauf führt, wird es besser. Das Stromgerät bringt es knapp auf 4kV. Nicht das, was ich sonst eigentlich auf den Netzen habe.
Litze ohne freischneiden ist also auch nicht drin. Die nächste Einzäunung wird erst stattfinden, wenn die Stihl vorher zum Einsatz kam.
Waren die prägenden Worte für die “Wochenend-Schafarbeit”. Beim umsetzen der Muttern am Freitag stellte ich gleich zu Beginn fest: der Tank des Freischneiders ist leer und der Benzinkanister steht daheim. Also erstmal Netze gesteckt, dort wo nix freizuschneiden ist. Die Netze reichten natürlich nicht (und die Litzen sind immer noch nicht geliefert) und so standen die Muttern kurzfristig in einem Bereich, bei dem zwei Felder fehlten. Zum Glück waren die Ladys mehr mit der Luzerne beschäftigt, als mit der Erkundung der Umzäunung.
Heute dann sollten die weiblichen Lämmer endlich mal getrennt und auf die Trainingswiese umziehen. Gesagt, getan und prompt mit dem Auto (oh, ich vermisse in solchen Momenten den Pickup) im Straßengraben hängen geblieben, aufgesetzt und so waren wir erstmal mit “Abschleppen” beschäftigt. 
Zum Glück ging das aussortieren schnell, dafür zeigte sich Jane beim anschließenden Kurztraining von ihrer “besten Seite”. Wir haben viel zu üben in nächster Zeit… 
Die geplante Umsiedlung von Victor zu seinen Ladys habe ich nun auf nächstes Wochenende verschoben. Dazu fehlte mir dann heute doch “etwas” die (Abenteuer-)Lust.

simsa,
23.08.2009, 18:28 | Abgelegt unter: Border Collie, Schafe, tägliches | RSS 2.0 | TB | Tags: Erin, Freischneider, Jane, Lämmer, Moorschnucke, Mutter, Muttern, Weide | Keine Kommentare
Jahrelanges, spärliches Mulchen auf der derzeitigen Fläche hat dazu geführt, das sich die Brennesseln sichtlich wohl fühlen und in Massen vorhanden sind.
Da die Schnucken die Brennesseln nicht vom Stiel fressen, sondern nur angewelkt als Delikatesse empfinden, mußte wieder einmal der Freischneider zum Einsatz kommen.



Auch stellte ich fest, das da bereits vor mir jemand versucht hatte, ganze Arbeit zu leisten. Einige Brennesseln habe ich deshalb stehen gelassen. Mal schauen, was aus diesen Eiern schlüpft.
Es geht langsam auf den Herbst zu und es wird Zeit die Winterweide vorzubereiten.
Also ist ausmisten des Unterstandes angesagt. Vorher darf die Stihl ihre Leistung erstmal bei den Brombeeren unter Beweis stellen. Schnell haben wir eine große Schneise hineingeschnitten.
Erin und Jane dürfen mir beim Arbeiten zuschauen, nach Mäusen suchen und sich im Stroh und Mist rumwälzen. Zwischendurch bevorzugen es beide im Schatten ein Nickerchen zu halten. 
Nachdem ich die “gefühlten 100m³” Stroh und Mist aus dem Unterstand geschaufelt habe, reicht es mir auch.
Auskehren und Desinfizieren werden wir im Laufe der nächsten Woche, bevor wir uns an die frische Einstreu machen. Dann ist alles vorbereitet für die Muttern mit ihren dicken Bäuchen bzw. für die Zeit mit den frischgeborenen Lämmern im zeitigen nächsten Jahr.
Lange hab ich drüber nachgedacht und noch länger hab ich dran gespart. Der Zuschlag für die Pacht der Renaturierungsflächen im Nachbarort und die damit verbundenen “Buscharbeiten” waren schließlich ausschlaggebend. Mit Sense kann ich auf meinen grünen Weideflächen wunderbar nachschneiden, mit dem “Chinesen” genauso, nur lauter und lebensgefährlicher. Was mir fehlte war ein Freischneider, der leicht bedienbar und stark genug ist um mit mannshohen Brennesseln, Buschwerk und Brombeeren klar zu kommen.
Gesagt getan. Ich kaufte die Stihl am Donnerstag. Beim bezahlen trieb es mir nochmal kurz die Tränen in die Augen. Die trockneten am Freitag allerdings schnell, als ich die Flächen für die Netze freischnitt. Wie durch warme Butter glitt das Messer durch uralte Diestelbestände, Goldruten und Holunderbüsche 
Ruck-zuck war ich (leider) fertig und irgendwie freue ich mich drauf, wenn die Schafe auf der Fläche was stehen lassen