Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Tag: Litze

    Litze im “richtigen” Einsatz

    Die ersten Litzenaufstellungen waren mehr “versuchsweise” und mit allen Anfängerfehlern gespickt, die man so tun kann. Der Zeitaufwand für Auf- und Abbau entsprechend riesig, da meist von längeren “Litzenentwirrungen” gespickt.
    Diesmal kam nun die Litze das erste mal zum “richtigen” Einsatz. Durch den erstmaligen Einsatz eines kleinen “Hilfswerkzeuges” hatten die Haspeln eine Art Bremse und wickelten sich beim stehenbleiben nicht selbstständig ab (um sich dann zu verheddern). Die Aufstellung dauert immer noch ein wenig länger, aber wir bekommen immer mehr “Routine” und wissen so langsam die “Litzensalat-Fallen” zu umgehen :D

    Netze kann ich auf diesem Regenrückhaltebecken nicht komplett aufstellen, da der rückwärtige Teil vollkommen verbuscht ist und der Boden stückweise betoniert. Die Anzahl meiner Netze ist für diese Fläche außerdem nie ausreichend gewesen und so war ich in den vergangen Jahren immer mit dem Freischneider auf dem Steilhang kraxelnd unterwegs. Diesmal konnten wir die Gesamtfläche einzäunen und ich hoffe, die Schafe tun mehr denn je einen guten Job. Die Veränderung der Fläche durch die Beweidung ist dieses Jahr überdeutlich zu sehen. Stand dort zu Beginn der Beweidung ausschließlich Goldrute “im Tal” haben sich jetzt bereits wieder Rot- und Weißklee, wilde Möhre und Dost angesiedelt.

    auf dem "Platteau"Blick vom "Plateau"am Wegranddie verbuschte, betonierte Rückseitefrüher bin ich da mit Freischneider rumgekraxeltimg_19511Blick vom Weinberg zur anderen Seiteam Weinbergdirekt am Hundespazierweg

    Litzen Update

    Neues von der “Litzenfront”.

    Der Trainingstrupp wurde für drei Tage “probehalber eingelitzt”. Haspelpfahl gestellt. Eckpfosten eingerammt. Litzen gespannt, die Litzenanordnung habe ich diesmal verändert. Die beiden Haspeln mit der “guten, besonders leitfähigen” Litze hängen jetzt unten und in der Mitte, statt unten und ganz oben. Meine Moorschnucken würden lieber durchlaufen (wie die Böcke), aber irgendwo drüber gehüpft ist bei mir noch kein Schaf. Weiße Pfosten noch gesetzt, und die Litze eingefädelt, Strom drauf und dann….0.8kV :shock:
    Also die Tips von Bekannten im Geiste durchgegangen “Erdung optimieren”. Ich habe deshalb die unterste Bandlitze des bestehenden Systems zur Nachbarweide als Erdung genutzt. Der Stromprüfer zeigt 1.2kV an! In Gedanken nutze ich bereits mein Rückgaberecht! Wie war das noch? “Geh die Litze ab, wo es den Strom abzieht knistert es”. Gesagt, getan: An einer Haspel ist die Litze nicht ordentlich aufgerollt, ein Funke springt zum Haspelpfahl über. Ich behebe das und habe plötzlich 7kV auf den Leitungen!
    Mittlerweile stehen die Mutterschafe mitsamt ihren ausbruchfreudigen Böcken ebenfalls seit drei Tagen in den Litzen. Auch hier bisher ohne Ausbrüche.

    Zwischenfazit:
    Die metallenen Eckpfosten sind für die trockenen Böden meiner Ausgleichflächen schlecht geeignet. Sie müssen mit dem Hammer eingeschlagen werden und werden dadurch in einem halben Jahr wahrscheinlich genauso “verklopft” aussehen, wie meine Erdungsstäbe. An der Aufbauzeit werde ich noch arbeiten müssen. Von der Haspel abspringende, sich in einem wilden Knäuel befindliche Litze kostete mich beim letzten Aufbau Stunden und ca. 100m Litze! Beginnende Dunkelheit zwang mich, die Litze zu kürzen :shock:
    Die Litze lässt sich ab ca. 200m nur noch schwer ziehen, gegen Ende hat das Ganze was von “kämpfen” an sich. Bisher sehe ich nicht, wo sich dieses System leicht für eine Person aufbauen lässt…

    Litze aufwickelnHaspelpfahlLitze*autsch*bevorzugen den Schattenplatz

    vom Büro auf die Wiese

    Nach dem Stress im Büro gehts direkt zu den Määädels. Die Überlegung erst heim, umziehen ist schnell verworfen. Kleinigkeiten lassen sich auch im weißen Büroblüschen erledigen. :)
    Die Grenze zum Nachbarn, respektive die Litze muß freigeschnitten werden. Hoher Bewuchs zieht den Akku leer. Also nehme ich “den Chinesen”, wie ich liebevoll-verzweifelt zu meinem bei ebay ersteigerten Billig-Freischneider sage, und los gehts. Keine halbe Stunde und die unterste Litze ist wieder erkennbar. Gleich noch einen Streifen für das Netz, welches die Bäume vor den Schnucken schützen soll geschnitten, fertig! Dafür klingeln mir die Ohren! 110dB ohne “Mickymaus” ist der Wahnsinn. Das passiert mir sicher nicht nochmal!


    Dafür kann sich das Ergebnis sehen lassen! Weiter gehts jetzt mit Training

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