Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Tag: Moorschnucken

    da waren´s nur noch vier

    Heute hat sich nun endlich Schäfchen No. 10 entschlossen zu lammen. Nachmittags lagen zwei süße Zwillingsmädchen im Unterstand. Noch wackelig auf den Beinen und erschöpft, aber mit einer fürsorglichen Mama gesegnet. Da ihre Mutter auch ein eher kleines Exemplar in meiner Moorschnucken-Runde ist, sind die zwei kleinen Lämmchen mit 2,7 und 2,8 kg eher der Sorte “klein und putzig” zuzurechnen. :)
    Die kleine 3kg Cecile von letzter Woche macht mir Sorgen. Sie ist zusammen mit dem großen Bruder und ihrer Mutter wieder in der Ablammbox. Die Kleine ist nicht so fit wie der Bruder und wird von ihrer Mutter weniger fürsorglich behandelt, zumindest wenn ich dabei bin. Klein und mit Buckel stand sie bei der letzten Kältewelle im Unterstand. Ihr verschmierter, gelber Hintern, Körpertemperatur und Gewicht zeigt zwar, das sie was abbekommt vom Euter, ihr eingeschränkter Bewegungsdrang und die ständigen Versuche ans Euter zu kommen, sprechen allerdings eine andere Sprache. Das Trio steht unter Beobachtung!

    Wochenend und Sonnenschein

    …und ein Trial, welches witterungsbedingt leider ausfallen muß. Zeit für die Kamera, Zeit die Lämmer im dahinschmelzenden Weiß abzulichten, Zeit für ein Jane im Schnee Foto! :)

    Beharrlichkeit zahlt sich aus

    Was das Böckle nicht kennt, frisst es nicht!
    Was hab ich ihnen nicht alles angeboten:
    kleingehackte Futterkartoffeln,
    kleingehackte Futterkartoffeln mit Zuckerrübenpellets,
    kleingehackte Futterkartoffeln mit aufgeweichten Zuckerrübenpellets,
    trockene Zuckerrübenpellets.
    Nix wurde auch nur angerührt.
    Letzter Versuch: eingeweichte Zuckerrübenpellets! Etwas untergeschmuckelt unter das frische Heu, das ich ihnen gestern morgen brachte. Und heute? Alles weg. Alles gefressen!
    Nun kann ich beruhigt etwas zufüttern und hoffe, der Metzger wird um die Osterzeit zufrieden sein! :)

    Ansonsten bescherten uns die +5°C Tauwetter vom feinsten und dazu Regen. Die Wiesen sind sehr naß *pitsch* *patsch* klingt es, wenn man drüber läuft. Zeit, den Böcken die Klauen nachzuschneiden und Jane etwas “freedom” bei der Arbeit zu lassen. Sie hielt mir die fünf kleinen Kerlchen einfach immer schön zu. So das ich einen nach den anderen holen und aufsetzen konnte. Pferch? Brauchts beim “Puppinger” nimmer :D Nächste Woche sind die Muttern dran, danach ist für sie Ruhe bis zur Lammzeit.

    alle Zeit der Welt…

    …hatten wir diesmal beim Umtreiben.
    Das Regenauffangbecken war schneller abgefressen als vermutet und so sind wir nochmal “umgezogen”. Wieder auf ein kleines Stückchen “Ausgleichfläche” in Hochstadt. Unterwegs hatten die Mädels mehr als genug Zeit um die leckersten Gräschen zu zupfen und die liegengebliebenen Zuckerrüben vom abgeernteten Feld zu “stoppeln” :)
    in der Ruhe liegt die KraftZuckerrüben "stoppeln"am Ziel

    der Alltag hat uns wieder

    …und mit ihm die täglichen Aufgaben bei den Moorschnucken. Zumindest das, was man in den immer weniger werdenden hellen Stunden so erledigen kann. ;)

    Die Schnucken sind zwischenzeitlich zweimal “umgezogen”. Der Aufwuchs ist sooo schnell weg ;)

    Die Umtriebe waren jeweils nur wenige Meter und mit sehr viel Zeit verbunden, um den Schnucken die Möglichkeit zu geben, die entdeckten Zuckerrüben zu geniesen :D

    Umtreiben mit viel Zeit

    Die Litze ist diesjährig das letzte mal im Einsatz. Ein weiteres Regenrückhaltebecken ist nun “eingelitzt”. Die Umtriebe haben dann auch erstmal ein Ende, leider. Diesmal lief es mit der Litze aber wie am Schnürchen. Litze aufrollen am alten Standort ohne Probleme. Auch das ausbringen ohne Zwischenfälle. Diesmal habe ich eine Variante gewählt, die auch im Borders Forum beschrieben wurde. Nämlich das ausbringen der Haspeln, statt das abrollen derselben vom Haspelpfahl. Diese Variante ist die fehlertoleranteste und die mit Abstand muskelaufbauendste. :D Dafür ist sie “1-Personen-geeignet” und deshalb werde ich sie wohl beibehalten.
    Danach wird zumindest der Haspelpfahl einer “Überarbeitung” unterzogen. Die erste Schweißnaht ist nämlich bereits gebrochen :roll:
    Der Aufwuchs auf dem Gelände ist nicht mehr besonders gut. Daher bekommen die Ladys seit einigen Tagen ein paar handvoll Futterkartoffeln zugefüttert. Anfänglicher Skepsis ist wilde Begeisterung für die Knollen gewichen.

    LitzenNotlösung mit Schlauchschellerinn in die Kartoffelngibbet noch was?
    Die Böckchen werden nun doch bleiben und als Trainingstrupp, später durch Victor ergänzt, überwintern. Z.Z. dürfen sie es sich noch auf der Koppel mit dem Unterstand “breit” machen, dort ist soweit alles für die kommende Überwinterung der tragenden Muttern und die “Kinderstube” im Februar/März vorbereitet.

    Die kleinen Ladys werden nächste Woche, zusammen mit Anna und der kleinen Diepholzer Lady “in die Nachbarschaft” umziehen und dort als geliebte Rasenmäher ein langes, erfülltes Leben haben.

    Das Training der Hunde wird nun langsam (leider) immer weiter runtergefahren. Z.Z. trainiere ich mit Jane ein wenig shedden. Das funktioniert bei den Moorschnucken sehr gut. Sie bieten Lücken förmlich an und Jane hat so langsam richtig Freude daran, Schafe “auseinander” zu halten und die Sache mit dem “Stock klopfen” funktioniert doch tatsächlich beim shedding :D
    Erin habe ich heute mal als “Schafsteller-Hund” abgefragt. Voraussichtlich wird das unsere Aufgabe am Wochenende sein. Ein funktionierendes “platz” ist da von Vorteil. ;)

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