Tag: Muttern
gibt es etwas schöneres?
Milde 5°C und Sonnenschein. Mich hält es nicht länger: Ich schnappe mir die Kamera und fahre raus zu den Muttern mit ihren Lämmern.
Gibt es einen schöneren Anblick, als eine Schafmutter mit ihren Zwillingen in der tiefstehenden Sonne?
Die aufmerksam aufgerichteten Ohren der Schnucke und die schüchternen Lämmlein, die sich noch hinter ihrer Mama verstecken?
Gibt es etwas lustigeres, als ein kleines Bocklämmchen, welches die weite Welt entdecken will, sämtliche Ausbruchsmöglichkeiten versucht hat und nun seinen Freiheitsdrang in die Welt hinausschreit?
Gibt es etwas faszinierenderes als ein zwei Wochen altes Lämmchen, was die ersten Hälmchen des Heus probiert und sich alle Mühe mit den Stängelchen gibt?
voll bis unters Dach und neue Nachbarn
Die Winterfütterung hat nun auch bei uns begonnen. Letzte Woche schon haben wir die erste “große” Lieferung feinsten zweiten Schnitt und Stroh bekommen, während die Schafe noch die letzten grünen Grashalme auf der Weide suchten. Diese Woche nun ist die Heufütterung im vollen Gange. Noch stabeln sich die Rundballen bis unters Dach des Unterstandes. Aber sie nehmen bereits ab…
Gleichzeitig habe ich es nun endlich geschafft, den Wintervorrat an Futterkartoffeln zu holen. Erstmalig werden die Muttern mit Kartoffeln zugefüttert. Anfänglicher Skepsis ist nun pure Begeisterung gewichen. Mir gefällt es ebenfalls. Der hohe Wassergehalt der Kartoffeln (vor allem gegenüber den letzjährig verfütterten Zuckerrübenpellets) wird mir manchen geschleppten Liter Wasser ersparen, hoffe ich. Der kleine Ifor ist nun also auch fast bis oben hin voll ![]()
Die Böckchen haben neue “Nachbarn” bekommen. Der Hüteschäfer ist nun auch da und weidet die Wiesen hinter unserer Weide ab. Ein schönes Bild und ein harter Job, nur vom zuschauen friert es mich schon
improvisiert…
…haben wir nun bei den Böckchen. 4 Tage Litze, 4 Tage Böcke unterwegs – heute haben wir dem ein Ende gesetzt! ![]()
Die Böckchen habe ich heute vormittag “auf die Schnelle” ins Auto gepackt und wieder zu ihren Müttern und Victor gefahren. Dort stehen sie jetzt erstmal wieder in den Netzen mit ordentlich Strom drauf. Ich bin sicher, das setzt ihrer “Wanderfreudigkeit” nun erstmal ein Ende. Die Hunde empfanden das ganze übrigens als willkommene Abwechslung zum doch sonst von Faulenzen bestimmten Bürovormittag ![]()
Die Litze ist abgebaut und wird erst wieder zum Einsatz kommen, wenn das zweite, sehr schlagstarke Gerät wieder angeschlossen werden kann und der Freischneider vorher zum Einsatz kam.
Am Wochenende werden wir dann also nochmal eine “Sortieraktion” starten, denn nicht nur die Böcke werden wieder rausgesammelt, der “panische Lämmertrupp” bekommt zur Beruhigung noch einige Altschafe dazu gestellt. Die gestrige Trainingssequenz hat gezeigt, das dies für alle sicherer ist. 250m im gestreckten Galopp bis zur Böschung kurz vor der Umgehungsstraße sind nicht lustig für die Schafe, schädlich für meinen Blutdruck und machen die Hunde fertig… Ich werde sehen, ob ich bei diesen (Alt-)Schafen dieses Jahr gänzlich auf Nachzucht verzichten werde oder ob eine zeitlich begrenzte Gruppenzusammenstellung auch schon etwas Ruhe bringt.
Vorbereitungen
Die Vorbereitungen für den Winter bzw. das nächste Jahr sind seit heute abgeschlossen!
Victor ist wieder zu den Ladys umgezogen und fühlt sich pudel *ähm* bockwohl! ![]()
Nach großem “Hallo” und “Mäh “erfreut er sich nun wieder seiner Damenrunde.
Das Grummet ist nun auch eingefahren. 16 Rundballen stehen für “meine” Winterzeit bereit. Duftender, sehr grüner, Blumen- und Gräserreicher zweiter Schnitt hat “mein Bauer” letzte Woche (an diesen unsäglich heißen Tagen) für mich geheut.
Da Victor bereits sehr früh bei seinen Muttern steht, erwarte ich mir für nächstes Jahr die Lämmer um einige Wochen früher. Nun auch noch mit bestem Heu ausgestattet, freue ich mich jetzt schon auf die zahlreichen Prachtlämmer
Die Winterweide ist nun auch nachgesäät. Die Disteln, die ich mit der Spritze nicht erwischt habe, wurden nochmal mit dem Tupfer “bearbeitet”. Ich hoffe, nach einer Frühjahrskur werde ich der Distelproblematik mit Hilfe der Schafe fast gänzlich den Garaus machen können.

























