Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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    Trainingsstatus

    Jane darf seit ein paar Tagen an der Böckchengruppe trainieren. Eigentlich hatte ich gehofft die jungen Hüpfer sind etwas mehr “Quecksilber”. Weit gefehlt. Die Jungs kleben mir zwar nicht auf den Füßen, aber unnötig bewegen wollen sie sich auch nicht. Hin und wieder überlegen sie sogar, ob sie nicht einfach stehen bleiben sollten. Jane hat das aber gut im Griff und kann sie überzeugen, doch weiterzumarschieren.

    Ihre Flanken unterlege ich nun doch langsam und hin und wieder mit Kommandos, obwohl das “sch sch” nach wie vor bleibt. Ist irgendwie noch etwas einfacher :)
    Gestern habe ich sie dann einfach mal ausbalancieren lassen. Bin also in Schleifen auf der Wiese rumgelaufen und habe mir die Böckchen immer schön zuhalten lassen. Das kann der kleine Pimpf wirklich wunderbar. Ohne Kommandos balanciert sie aus und behält ihren Abstand zu der Schafgruppe. Für meine zukünftigen Umtreibaktionen wird sie mir eine wertvolle Hilfe sein!
    Kurz vor Schluß habe ich sie noch ein wenig wegtreiben lassen, damit wir auch das nicht ganz aus den Augen verlieren. Etwas verunsichert war Klein-Jane dann doch, hat die Aufgabe aber schnell begriffen und war dann wie immer mit Feuereifer dabei. Ihre Leichtführigkeit und natürliche Veranlagung macht mir das Training sehr leicht, gerade deshalb werde ich nun doch wieder mal eine Trainingspause einlegen. Mit 13 Monaten kann sie bereits mehr als ich erhofft hatte und wir haben ja noch alle Zeit der Welt. :)

    kann ja nicht immer klappen

    Nach dem täglichen Versorgungsgang gibt es heute eine kurze Trainingseinheit für Jane. Die Schafe haben heute keine rechte Lust, der Zug zur großen Truppe ist unverkennbar.
    Klein-Jane hat die Schafe gut im Griff, handelt sie souverän mit dem notwendigen Abstand, der für so einen jungen Hund schon enorm ist.
    Leider bringt mich das in meinem Übungsbestreben nicht unbedingt weiter. Also lasse ich sie nachtreiben, die Schafe aufhalten und hin und wieder haben wir die Möglichkeit und sie zeigt auch klitzekleine Flanken.
    Vernünftig ausbalancieren können wir sie heute nur für einige Zeit, ausgerechnet wenn ich meinen Mund halte, Schaf und Hund den Rücken zudrehe und einfach los laufe :)
    Das werde ich wohl morgen nochmal an den netten Fuchsschafen trainieren müssen.

    Fortschritte !?

    Dienstag ist Agility-Training. Eigentlich. Diesmal fällt es aus und ich stehe vor verschlossenen Toren mit zwei Hunden im Auto. Da ich noch ein Netz auf der Ladefläche habe und es angenehm kühler wird, fahre ich nochmal zu den Mädels um gleich nochmal Wasser aufzufüllen.

    Erin hat wieder alle Hände voll zu tun um den lämmerlosen Trupp von den immer noch wehrhaften Müttern zu trennen und mir in den aufgestellten Roundpen zu stellen. Einige Minuten trainiere ich “Grundlagenauffrischung” und “bei Belanglosigkeiten immer noch zuhören müssen”. Danach darf - nein, eigentlich muß - sie zugucken. Ich hole Klein-Jane. Die findet dieses “um-das-Netz”-Gehopse ziemlich schnell ziemlich langweilig und -zack- ist sie auch schon drinnen im Netz ! :)
    Dort fühlt sie sich allerdings nicht wohl. Kleiner Hund mit großen Schafen und dann noch zwischen Schafe und Netz ? Neee, lieber nicht.
    Also hole ich den Trupp raus und wir nutzen den Roundpen diesmal anders. Schafe außen um das rundgesteckte Netz treiben. Normalerweiße hat Jane die Tendenz seitlich zu treiben, da ihre größte Angst ist, die Schafe könnten mich überholen (was sie ja auch manchmal tun). Sie will dann immer schnell zur Stelle sein. Nur leider steht sie sich damit manchmal selbst im Wege.
    Dem schafft der Roundpen nun abhilfe. Denn wenn man innen läuft, kommt Hund nicht mehr raus aus dem Netz ! Dumm ist der Pimpf ja nicht und deshalb hatte sie das nach der ersten Runde bereits begriffen. Sauberes nachtreiben und vor allem tolles ausbalancieren der kitzeligen Truppe waren diesmal das Ergebnis!
    Etwaige Ausbruchsversuche wurden ebenfalls von ihr augenblicklich im Keime erstickt und sie zeigte zum ersten Male richtig die großen Flanken ihrer Eltern!
    Hundchen loben, einpacken und pfiffelnd nach Hause fahren war angesagt :D

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