Was macht man am längsten Tag des Jahres? Man koppelt abends die Schafe um! 
Die kleine Gruppe hat sich die letzte Woche alle Mühe gegeben ein verwildertes, zukünftiges Baugrundstück von seinem Aufwuchs, Brombeeren und Birkensetzlingen zu befreien. Gut ist ihnen das gelungen und deshalb durften sie heute wieder auf den halben Hektar umziehen.
Der ist zwar frisch gemulcht aber es gibt mehr als genug Stellen, wo der riesige Mulchaufsatz des Bauern nicht hingekommen ist. Die große Fläche animierte die Schafe auch gleich zu wildem rennen und hüpfen und der Unterstand wurde gleich erkundet. Außerdem gibt es nun endlich die Möglichkeit einiges auf dieser und den frisch gemähten, riesigen Heuwiesen dahinter zu trainieren.
Apropos Training: wir haben ja vom Seminar “homework” mitgebracht. Hauptziel ist “steady” (langsam). Bei der großen Gruppe funktioniert das nicht so recht und Jane hat eigentlich Recht. Bei fast vierzig Tieren muß man schon ein bisschen dicke Arme zeigen um sie zu bewegen 
Die kleine Gruppe heute zeigte aber, das es doch ab und an besser ist, es langsamer anzugehen. Jane sollte mir beim einpferchen helfen, lief schön hinter die Schafe, ein “get up” Jane hopfte hoch und “zisch” weg waren die Schafe. Mir fiel unser Kommando wieder ein. Also sagte ich zu Jane “steady” und auf einmal schaffte sie es, langsam aufzustehen und die Schafe sehr ruhig und gefühlvoll in den Pferch zu delegieren.
Ich habe das dann noch einige Male auf der großen Fläche abgefragt, nachdem die Schafe aus dem Auto gehopft waren. Ich glaube, es sitzt nun zu über 90% bei Jane, das “steady”. Danke ihr Flitzeschafe!
simsa,
21.06.2009, 23:52 | Abgelegt unter: Border Collie, Schafe, tägliches | RSS 2.0 | TB | Tags: Border Collie, hüten, Jane, outrun, Schaf, Schafe, Training, Unterstand, Weide | Keine Kommentare
Der kleine Boris fiel gestern auf. Irgendwas stimmte nicht. Am Vorabend stach er mir schon ins Auge. Aber die ganze Gruppe lag friedlich herum und kaute wieder, deshalb schob ich es auf “Übervorsicht”. Gestern abend aber, hatte er sich zwischen den Diesteln versteckt. Auch als die ganze Gruppe zusammenlief und in den oberen Teil der Weide zog, machte er keine Anstalten zu folgen. Heißer mähte er leise und ging nur ein paar Schritte.
Jane half mir, ihn einzufangen. Also ab in die Box und mit heimgenommen, das kleine Kerlchen. Gegen 22.30 Uhr war unser Tierarzt von seiner Runde zurück und Boris stand auf dem Untersuchungstisch. Dort wo sonst Hunde und Katzen untersucht werden.
Diagnose: Lungenentzündung und dadurch auch Probleme mit dem kleinen Pansen. 
Die Nacht verbrachte er in unserem Garten auf dem “heiligen Rasen”. Heute morgen dann habe ich eine kleine Gruppe zusammengestellt und diese auf eine näher gelegene Weide gepackt. In der Gruppe ist auch seine Mutter und Schwester Babs. Boris wurde heute mittag noch einmal medikamentös behandelt und durfte die TA-Praxis nochmal kennenlernen. Ab morgen wird er aber auf der Weide besucht. 
Er wirkte heute im allgemeinen etwas fitter, aber über dem Berg ist er erst, wenn ich ihn wieder fressen und kötteln sehe….
Das durften wir die vergangene Woche feststellen. Standen Sie Samstag abend bis zum Bauch im Grünzeug, war davon eine Woche später nichts mehr zu sehen. Ganze Arbeit haben die Moorschnucken geleistet incl. der gemähten Brennesseln. Die Büsche wurden ebenfalls in Schnuckenhöhe gerupft.
Jane durfte gestern dann mal ganz alleine, die widerwilligen Ladys auf das benachbarte Wiesenstück schieben. Etwas unwillig aber mit etwas Überredungskunst ging es dann doch vorwärts. Dabei durfte ich wieder einmal feststellen, das so ein Hund der Sorte “supernett” durchaus seine Grenzen hat. Diese zu durchbrechen wird wohl eines unserer nächsten Trainingsansätze werden und Janes zunehmende Reife wird mir dabei hoffentlich etwas helfen. Zur Feier des Tages durfte Jane dann noch einmal die Wiese rauf und wieder runter schieben und die Schafe durften dann endlich die beliebtesten Gräser und Kräutlein in Ruhe pflücken