Es geht langsam auf den Herbst zu und es wird Zeit die Winterweide vorzubereiten.
Also ist ausmisten des Unterstandes angesagt. Vorher darf die Stihl ihre Leistung erstmal bei den Brombeeren unter Beweis stellen. Schnell haben wir eine große Schneise hineingeschnitten.
Erin und Jane dürfen mir beim Arbeiten zuschauen, nach Mäusen suchen und sich im Stroh und Mist rumwälzen. Zwischendurch bevorzugen es beide im Schatten ein Nickerchen zu halten. 
Nachdem ich die “gefühlten 100m³” Stroh und Mist aus dem Unterstand geschaufelt habe, reicht es mir auch.
Auskehren und Desinfizieren werden wir im Laufe der nächsten Woche, bevor wir uns an die frische Einstreu machen. Dann ist alles vorbereitet für die Muttern mit ihren dicken Bäuchen bzw. für die Zeit mit den frischgeborenen Lämmern im zeitigen nächsten Jahr.
Lange hab ich drüber nachgedacht und noch länger hab ich dran gespart. Der Zuschlag für die Pacht der Renaturierungsflächen im Nachbarort und die damit verbundenen “Buscharbeiten” waren schließlich ausschlaggebend. Mit Sense kann ich auf meinen grünen Weideflächen wunderbar nachschneiden, mit dem “Chinesen” genauso, nur lauter und lebensgefährlicher. Was mir fehlte war ein Freischneider, der leicht bedienbar und stark genug ist um mit mannshohen Brennesseln, Buschwerk und Brombeeren klar zu kommen.
Gesagt getan. Ich kaufte die Stihl am Donnerstag. Beim bezahlen trieb es mir nochmal kurz die Tränen in die Augen. Die trockneten am Freitag allerdings schnell, als ich die Flächen für die Netze freischnitt. Wie durch warme Butter glitt das Messer durch uralte Diestelbestände, Goldruten und Holunderbüsche 
Ruck-zuck war ich (leider) fertig und irgendwie freue ich mich drauf, wenn die Schafe auf der Fläche was stehen lassen