Schaf Blog

vom Alltag eines Moorschnucken Schafhalters

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  • Tag: Stroh

    voll bis unters Dach und neue Nachbarn

    Die Winterfütterung hat nun auch bei uns begonnen. Letzte Woche schon haben wir die erste “große” Lieferung feinsten zweiten Schnitt und Stroh bekommen, während die Schafe noch die letzten grünen Grashalme auf der Weide suchten. Diese Woche nun ist die Heufütterung im vollen Gange. Noch stabeln sich die Rundballen bis unters Dach des Unterstandes. Aber sie nehmen bereits ab…
    Gleichzeitig habe ich es nun endlich geschafft, den Wintervorrat an Futterkartoffeln zu holen. Erstmalig werden die Muttern mit Kartoffeln zugefüttert. Anfänglicher Skepsis ist nun pure Begeisterung gewichen. Mir gefällt es ebenfalls. Der hohe Wassergehalt der Kartoffeln (vor allem gegenüber den letzjährig verfütterten Zuckerrübenpellets) wird mir manchen geschleppten Liter Wasser ersparen, hoffe ich. Der kleine Ifor ist nun also auch fast bis oben hin voll :)
    Die Böckchen haben neue “Nachbarn” bekommen. Der Hüteschäfer ist nun auch da und weidet die Wiesen hinter unserer Weide ab. Ein schönes Bild und ein harter Job, nur vom zuschauen friert es mich schon ;)

    schubsen und drängeln beim fütternHeu kommt gut anKartoffeln

    neue Nachbarnjede Menge Schwarzköpfedie ganze große Herde

    Verschnaufpause

    Heute morgen, nichts neues auf der Wiese.
    Bei diesem Wetter, eisekalter Wind, niedrige Temperaturen und eine Himmelsschleuse, die sich scheinbar nicht zwischen Regen und Schnee entscheiden kann, lassen es die Ladys wohl ruhig angehen.
    Ein, zwei der Damen sondern sich etwas ab, haben aber außer einem etwas schnellerem Atemgang keine Anzeichen.
    Bärbelchen zieht sich mit ihrer Mutter in den Unterstand zurück und mag die Weiten der ganzen Wiese so garnicht mehr geniesen. Babs und Boris sind, glaub ich, froh, das sie eng an ihre wehrhafte Mutter gekuschelt bei diesem Wetter in der Ablammbox verbleiben.
    Brigitte und ihrer fürsorglichen Mutter geht es auch prima. Die hysterische “Zweitmutter” hat allerdings noch nicht ganz aufgegeben. Die Ablammbox ist gegen Einbruch verbarrikatiert, wie Fort Knox.
    Meinem “Sorgenschaf” geht es wieder etwas besser. Sie stand heute morgen wieder in ihrer Box und zeigte mir deutlich im Rahmen ihrer gesundheitlichen Möglichkeiten, das sie auf meine Anwesenheit eigentlich keinen Wert legt :)
    Über Nacht hat sie getrunken und das heute von mir angebotene Stroh wurde wählerisch – aber es wurde – gemümmelt! Der Tierarzt verabreichte noch ein paar Medikamente und wird auch die nächsten Tage noch täglich auf die Weide kommen um nach dem Rechten zu sehen. Aber ich bin hoffnungsfroh!

    überall lämmerts…

    …nur bei uns nicht.
    Die “rollenden Flokatis” denken garnicht dran, wie´s ausschaut.
    Scham ist verändert, kleine Euterchen sind gebildet, aber jeden morgen geht mein erwartungsvoller Blick ins Leere. Kein kleines, weißes, zartes Etwas ist zu sehen.
    Dafür werde ich mit erwartungsvollem “Mäh” begrüßt, da der Kraftfuttereimer seit einiger Zeit mein ständiger Begleiter ist.

    Die Daten für diesen Winter:
    15 Rundballen Heu
    3 Rundballen Stroh
    täglich mind. 70 Liter Wasser
    5 Säcke Rübenschnitzel
    2 Säcke Soja
    2 Säcke Gerste

    51 St. Salami (Bilder folgen) und 2 Wochen Futter für die Hunde :)

    Aufräumaktion

    Es geht langsam auf den Herbst zu und es wird Zeit die Winterweide vorzubereiten.
    Also ist ausmisten des Unterstandes angesagt. Vorher darf die Stihl ihre Leistung erstmal bei den Brombeeren unter Beweis stellen. Schnell haben wir eine große Schneise hineingeschnitten.
    Erin und Jane dürfen mir beim Arbeiten zuschauen, nach Mäusen suchen und sich im Stroh und Mist rumwälzen. Zwischendurch bevorzugen es beide im Schatten ein Nickerchen zu halten. :)
    Nachdem ich die “gefühlten 100m³” Stroh und Mist aus dem Unterstand geschaufelt habe, reicht es mir auch.
    Auskehren und Desinfizieren werden wir im Laufe der nächsten Woche, bevor wir uns an die frische Einstreu machen. Dann ist alles vorbereitet für die Muttern mit ihren dicken Bäuchen bzw. für die Zeit mit den frischgeborenen Lämmern im zeitigen nächsten Jahr.

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