Sally klemmte sich letzte Woche bei einer “Klettertour” an einem der Obstbäume ein Vorderbein so unglücklich ein, das es unterhalb der Schulter brach. Schlachten war das Einzige, was ich noch für sie tun konnte. Sie hat mir dafür ein sehr leckeres Rezept für “Osso bucco” beschert.
Dafür meinte es Mareike und einer der Böckchen von diesem Frühjahr doch RH022222 zu dem Mareike “ausgebüxt” ist besonders lieb mit mir oder besser, miteinander. Und so wurde am 21.09. Eckhard geboren. Natürlich wieder ein Bocklämmchen
Das Regenrückhaltebecken bzw. die Streuobstwiese im Nachbarort wurden zwischenzeitlich auch nachgemäht. Nachdem die letzte Streuobstwiese von den Böckchen bzw. das Regenrückhaltebecken von den Ladys sauber gefressen sind, werden alle wieder umziehen.
Ein Teil wird auf die Winterweide ziehen, um gedeckt zu werden. Der Trainingstrupp wird auf die Trainingswiese umziehen und die Böckchen werden letztmalig im Industriegebiet die Fläche pflegen, bevor es nach und nach in den Kochtopf geht…
Es geht langsam auf den Herbst zu und es wird Zeit die Winterweide vorzubereiten.
Also ist ausmisten des Unterstandes angesagt. Vorher darf die Stihl ihre Leistung erstmal bei den Brombeeren unter Beweis stellen. Schnell haben wir eine große Schneise hineingeschnitten.
Erin und Jane dürfen mir beim Arbeiten zuschauen, nach Mäusen suchen und sich im Stroh und Mist rumwälzen. Zwischendurch bevorzugen es beide im Schatten ein Nickerchen zu halten. 
Nachdem ich die “gefühlten 100m³” Stroh und Mist aus dem Unterstand geschaufelt habe, reicht es mir auch.
Auskehren und Desinfizieren werden wir im Laufe der nächsten Woche, bevor wir uns an die frische Einstreu machen. Dann ist alles vorbereitet für die Muttern mit ihren dicken Bäuchen bzw. für die Zeit mit den frischgeborenen Lämmern im zeitigen nächsten Jahr.
Nicht nur, das der Pick up jetzt unter “Totalschaden” läuft, nein, die Schafe standen auf einer leergefressenen Wiese und hungerten.
Wenn dann noch die Autos mit Anhängerkupplung im Verwandten- und Bekanntenkreis so häufig vorkommen, wie ein Lottomillionär, ist die Sache prikär.
Deshalb haben wir heute kurzfristig improvisiert und die Schäfgens in einen geliehenen Sprinter gepackt. Nun ist der versammelte Trupp wieder auf der Winterweide. Heu von den eigenen Flächen wird es nun also nicht geben.
Dafür haben die Mädels in den nächsten Wochen keinen Umzugsstreß und einen sehr guten, jungen Aufwuchs. Den nächsten Weidewechsel werden wir zur Not zu Fuß bewältigen müssen.
Ich hoffe, Erin ist bis dahin wieder bei klarem Verstand. Zur Schwierigkeit Schafe in einen Sprinter zu bekommen - mit “hopp” funktioniert es leider nicht - kam, das Erin momentan an ihrer Läufigkeit zu “knappern” hat. Irgendwie ist ihr Verstand dann mit anderen Dingen beschäftigt, als zuzuhören und mitzudenken. Ihr Nervenkostüm bröckelte bei der zweiten Gruppe entgültig und sie begann zu zwicken. Das brauchte ich dann gerade noch bei den eh kitzeligen Schafen!
Jane dagegen hat heute mal wieder gezeigt, wieviel Arbeitswille in diesem kleinen Hund steckt. Wohlverpackt wartend im Auto, so vermutete ich sie. Bis ein schwarz-weißer Blitz neben mir rumhopste und den Schafen einen gehörigen Schrecken einjagte. Sie war aus der Skisack-Öffnung des Rücksitzes (ein 20×20 cm großes “Loch”!) gekrappelt um mir beim Zaun stellen bzw. “Schafe in Schach” halten zu helfen
Da mein Mann mit Erin losgefahren war, um mal den zweiten Trupp alleine zu holen, mußte ich dann auf den “Pimpf” zurückgreifen. Die Schafe machten sich wieder mal in Richtung Koppelausgang davon. Ohne Hund ist dann selbst rennen angesagt. Beim Treiben verkrümeln sich einzelne Tiere auch gerne mal in irgendeine Richtung. Also Klein-Jane auf die Füße gesetzt und “get up”. Sie hat den Trupp superschön auf der Nase gehabt, das “lie down” Kommando prompt angenommen und ruck-zuck waren die Moorschnucken als versammeltes Grüppchen in dem mit Netzen zu steckenden Bereich.
Kurz vor Schluß donnerte sie mir die Schafe dann noch mal vor die Füße, lies sich aber schön abrufen und ablegen. Brave kleine Püppi. Sie wird trotzdem noch etwas Zeit bekommen 